Internet der Dinge
Die Gewinner des 'Embedded Award 2019'
Die NürnbergMesse – Veranstalterin der embedded world – hat mit dem 'Embedded Award' Unternehmen für ihre innovativsten Leistungen in den Kategorien 'Hardware', 'Software' und 'Tools' gekürt. Erstmals verliehen wurden auch Preise in den Kategorien 'Embedded Vision' und 'Startup'.
Die Preisträger des 'Embedded Awards 2019' und ihre Gratulanten
© NürnbergMesse, Frank Boxler„Wir waren begeistert über die Vielzahl an hochinnovativen Einsendungen der Embedded-System-Entwickler in den verschiedenen Kategorien.“, so Prof. Axel Sikora, Vorsitzender der Jury und des Fachbeirates der embedded world. „Und so hatte die Jury erneut die Qual der Wahl. Wir sehen dies aber als Zeichen dafür, welche Innovationskraft und Dynamik in dieser Branche stecken. Der Preis ist Dank und Anerkennung der embedded world für herausragende Akteure“, so Sikora weiter. Mit dem ‚Embedded Award‘ kürt de Messveranstalter NürnbergMesse jährlich Produkte, die die Embedded-Branche und das Internet der Dinge in besonderer Weise vorantreiben.
Preisträger in der Kategorie 'Tools'
In der Kategorie ‘Tools’ siegte das Unternehmen Göpel Electronic mit seinem ‘ChipVORX-SI’. Überreicht wurde der ‘Embedded Award 2019’ von Richard Krowoza (NürnbergMesse, li.) und Prof. Axel Sikora (Juryvorsitzender, re.).
© NürnbergMesse, Frank BoxlerUm den Aufwand für die Designvalidierung und Produktionstests moderner komplexer Baugruppen mit hoher Dichte zu verringern, hat das Unternehmen Göpel Electronic ‚ChipVORX-SI‘ (Synthetic Instruments) entwickelt - als innovative Technologie für die automatisierte Nutzung vorhandener FPGA als im Design integrierte Testcenter entwickelt. ‚ChipVORX-SI‘ nutzt die nativen Funktionen des FPGA für die Konfiguration sogenannter Embedded Instruments und die Durchführung bestimmter Testfunktionen. Diese unter der Bezeichnung ‚ChipVORX IP‘ bekannten Instrumente werden vom Anwender automatisch mithilfe einer Internetschnittstelle unter Verwendung eines Cloud-unterstützten Syntheseprozesses generiert und später vollautomatisch in den FPGA geladen und ausgeführt. So kann der Anwender komplexe Testinstrumente auch ohne umfangreiches Expertenwissen konfigurieren und diese in seiner Anwendung automatisch einsetzen.
Preisträger in der Kategorie 'Embedded Vision'
Der Sieger in der neuen Kategorie ‘Embedded Vision’ ist die Basler AG. Sie erhält den Preis für ihr ‘BCON for MIPI Development Kit’.
© NürnbergMesse, Frank BoxlerDas neue Embedded-Vision-Kit von Basler enthält das erste Kameramodul, in dem der Image Signalprozessor der Snapdragon-SoCs von Qualcomm unter Linux zum Einsatz kommt. Durch dieses Produktkonzept wird die Prozessorlast des Systems erheblich verringert, so dass zusätzliche Rechenleistung für die eigentliche Anwendung frei wird. Der neue Development-Kit von Basler umfasst eine komplette Entwicklungsplattform für anspruchsvolle Embedded-Vision-Projekte und vereinigt leistungsstarkes Embedded-Processing und CSI-2-Schnittstellentechnologie mit Standards und Funktionsmerkmalen der Machine-Vision-Welt. Der ‚dart BCON for MIPI Development Kit‘ enthält ein Dart-Kameramodul (5 MP Auflösung und 60 fps Bildrate) mit BCON for MIPI-Schnittstelle und einem Processing Board mit einem Qualcomm Snapdragon 820 SoC. Durch die sofort einsetzbare Musterinstallation und das Board Support Package einschließlich aller benötigten Treiber ist die Integration genauso bequem wie bei jeder Plug-and-Play-Kameraschnittstelle wie etwa USB 3.0.
Preisträger in der Kategorie 'Hardware'
Der Sieger in der Kategorie ‘Hardware’ ist das Unternehmen Ultrahaptics. Es erhält die Auszeichnung für sein ultra-haptisches ‘Stratos Insprie’-Modul.
© NürnbergMesse, Frank BoxlerMit dem ‘Stratos Insprie’-Modul von Ultrahaptics können die Anwender haptische Eindrücke mit den bloßen Händen einfach in der Luft wahrnehmen – und dies, ohne wirklich etwas tragen oder greifen zu müssen. Das neue schlanke, autonome Modul ist so gestaltet, dass es rasch und einfach in vorhandene Displays integriert oder mit HardwarLocation-Based-VR- oder -AR-Anwendungen verknüpft werden kann. Im Inneren des Gehäuses befinden sich mehrere winzige Ultraschall-Lautsprecher, die durch die in zwei zentralen IC (Mikrocontroller und FPGA) integrierten Algorithmen präzise gesteuert werden. Die Algorithmen steuern die zeitliche Abfolge und Frequenz der emittierten Ultraschallimpulse, so dass der durch eine Vielzahl von Ultraschallwellen erzeugte Druck sich an einer Vielzahl von Punkten in Reichweite des Anwenders konzentriert. Teil der Einheit ist außerdem ein LeapMotion-Kameramodul, das die Handbewegungen des Anwenders mitverfolgt, so dass die haptischen Empfindungen direkt am Handballen oder den Fingerspitzen anliegen können.
Sieger in der Kategorie 'Software'
Hitex ist in diesem Jahr Sieger des ‘Embedded Award’ in der Kategorie ‘Software’ für sein Produkt ‘Aurix SafeTpack’. Roland Bickel (mittig) nahem den Preis von Richard Krowoza (NürnbergMesse, li.) und Prof. Axel Sikora (Juryvorsitzender, re.) entgegen.
© NürnbergMesse, Frank BoxlerDas ‚Aurix SafTpack‘ von Hitex ist ein umfassender Sicherheitsmanager für die zweite Generation der Aurix-Sicherheits-Mikrocontroller von Infineon. Die Aurix-Mikrocontrollerfamilie eignet sich laut der Jury mit ihren weiter verbesserten Funktionen für Konnektivität, Datensicherheit und Funktionssicherheit ideal für ein breites Spektrum unterschiedlicher Anwendungen im Bereich der Kfz-Sicherheit und der Arbeitssicherheit. Diese Controller enthalten ‚Logic Built-In Self-Tests‘ (LBIST) als Ergänzung zur Lockstep-Technologie der Kerne. ‚SafeTpack‘ sorgt für die Funktionssicherheit des Mikrocontrollers und steuert dazu die komplexen LBIST sowie weitere Sicherheitsfeatures von ‚Aurix‘, so dass der Entwickler sich ganz auf die Anwendung konzentrieren kann. SafeTpack bietet darüber hinaus weitere komplexe Safety-Funktionen wie Program Flow Monitoring oder die zyklische Steuerung von Peripheriegeräten. Es koordiniert die Ausführung von Anlauf- und Zyklustests, die für den korrekten Betrieb der CPU und der internen Busse sorgen. Außerdem verwaltet ‚SafeTpack‘ das Watchdog-System und einen optionalen kombinierten Watchdog- und Leistungsregler.
Sieger in der Kategorie 'Startup'
Die Firma Wisebatt erhält in der Kategorie ‘Startup’ den ‘Embedded Award’ für sein Simulationstool. Den Preis überreichten Krowoza (li.), Kurt Skupin (WEKA Fachmedien, 2. von li.) und Sikora (2 von re.).
© NürnbergMesse, Frank BoxlerDas Unternehmen Wisebatt bietet laut der Jury mit seiner gleichnamigen Lösung ein einzigartiges Simulationstool für Elektronikingenieure, die IoT-Geräte entwickeln. Mit diesem Tool können die Ingenieure virtuelle Prototypen konstruieren und durch enge Kooperation bereits sehr früh im Entwicklungszyklus die unter Kosten-, Batterielebensdauer- und Leistungsgesichtspunkten optimale Lösung erarbeiten. Die Hardwareingenieure können bereits innerhalb kürzester Zeit auf komplexe Modeling-Ergebnisse zugreifen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen ein „Freemium“-Geschäftsmodell, mit dem jedermann im Rahmen öffentlicher Projekte ‚Wisebatt‘ kostenlos nutzen kann – ähnlich wie ‚GitHub‘. Dies fördert die Kooperation bei Open-Hardware-Projekten und trägt zur Viralität der Projekte bei.


















