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Artikel und Hintergründe zum Thema

Ethernet

Meinrad Happacher,

Das Ultra Ethernet Consortium

Das jetzt ins Leben gerufene Ultra Ethernet Consortium (UEC) will eine neue auf Ethernet basierte Kommunikations-Stack-Architektur etablieren, um die wachsenden Anforderungen an Netzwerke für KI & High Performance Computing zu erfüllen.

© Jirsak - Shutterstock

Mit der am 19. Juli bekanntgegebenen Gründung des Ultra Ethernet Consortium kommen Cloud Service Provider, Halbleiterhersteller und System Provider  für eine branchenweite Kooperation zusammen, um eine vollständig auf Ethernet basierte Kommunikations-Stack-Architektur für Hochleistungsnetzwerke aufzubauen. Ihre Argumentation: Künstliche Intelligenz (KI) und High Performance Computing (HPC)-Workloads entwickeln sich rasant weiter und haben höchste Anforderungen an Funktionalität, Leistung, Interoperabilität und Gesamtbetriebskosten. Gleichzeitig darf die Benutzerfreundlichkeit für Entwickler und Endanwender nicht leiden. Der Ultra Ethernet Solution Stack nutzt die Allgegenwärtigkeit und Flexibilität von Ethernet, um eine Vielzahl von Workloads zu bewältigen und gleichzeitig skalierbar und kostengünstig zu sein.

Die Gründungsmitglieder sind AMD, Arista, Broadcom, Cisco, Eviden (ein Geschäftsbereich von Atos), HPE, Intel, Meta und Microsoft. Gemeinsam verfügen diese Unternehmen über jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Netzwerke, KI, Cloud und High Performance Computing.

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Spezifikationen, APIs und Quellcode

»Es geht hier nicht um die Neugestaltung von Ethernet«, sagt Dr. J Metz, Chair of the Ultra Ethernet Consortium. »Es geht darum, Ethernet zu optimieren, um die Effizienz für Arbeitslasten mit spezifischen Leistungsanforderungen zu verbessern. Wir untersuchen jede Schicht, von der physischen bis hin zur Softwareschicht, um den besten Weg zur Verbesserung der Effizienz und Leistung zu finden.«

Das Konsortium hat es sich zur Aufgabe gemacht, Änderungen am Kommunikations-Stack auf ein Minimum zu reduzieren und gleichzeitig die Interoperabilität von Ethernet zu erhalten und zu fördern. 

Die technischen Ziele des Konsortiums sind die Entwicklung von Spezifikationen, APIs und Quellcode, welche die folgenden Bereiche definieren:

  • Protokolle, Charakteristika für das elektrische und optische Signaling, Anwendungsprogrammschnittstellen (APIs) und/oder Datenstrukturen für die Ethernet-Kommunikation
  • Protokolle auf Verbindungsebene (Link-Level) und End-to-End-Netzwerktransportprotokolle zur Erweiterung oder zum Ersatz bestehender Verbindungs- und Transportprotokolle
  • Überlastungs-, Telemetrie- und Signaling-Mechanismen auf Verbindungsebene und End-to-End. All diese Verfahren eignen sich für künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und HPC-Umgebungen
  • Software-, Storage-, Management- und Security-Konzepte zur Erleichterung einer Vielzahl von Workloads and Betriebsumgebungen

Das UEC verfolgt einen systematischen Ansatz mit modularen, kompatiblen, interoperablen Schichten mit enger Integration, um eine ganzheitliche Verbesserung für anspruchsvolle Workloads zu ermöglichen. Die Gründungsunternehmen unterstützen das Konsortium mit Beiträgen in vier Arbeitsgruppen: Physical Layer, Link Layer, Transport Layer und Software Layer.

Das UEC ist ein Projekt der Joint Development Foundation, das von der Linux Foundation getragen wird. Ab dem 4. Quartal 2023 wird das UEC Bewerbungen für neue Mitglieder entgegennehmen. Weitere Informationen finden Sie unter ultraethernet.org.

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