Harting

Meinrad Happacher,

Das intelligente Energienetzwerk

Vor zwei Jahren präsentierte Harting erstmals ein Ethernet-Netzwerk für alle Applikationen eines Unternehmens – ohne Bruch zwischen Echtzeit- und Standard-Anwendung! Mit Smart Power Networks läutet das Unternehmen nun den nächsten Schritt in puncto Datennetzwerk ein.

Philip Harting: „Wir wollen das Thema Datennetzwerke erweitern. Und zwar zu einer intelligenten Infrastruktur für Daten und Power.“

© Harting

Harting stellte dieses Jahr intelligentes Strom-Management in den Mittelpunkt des Messeauftrittes in Hannover. Philip Harting, Vorstand des Bereiches Connectivity & Networks, hierzu: „Datennetzwerke, die wir als Automation-IT-Kommunikation eingeführt haben, werden jetzt zu einer intelligenten Infrastruktur für Daten und Spannungsversorgung erweitert.“ Unter smart Power Networks versteht Harting ein intelligentes Energienetzwerk, das die konventionelle Energieverteilung durch aktive Netzwerkkomponenten intelligent macht: Die Energieverteilung wird zum managed Network. „Das bringt Vorteile bei der Planung, Inbetriebnahme und Anlagenverfügbarkeit und ist der Schlüssel zur Steigerung der Energieeffizienz“, sagt Philip Harting.

Die intelligenten Energieverteiler, die jetzt als erste Funktionsmuster vorgestellt wurden, sollen die Struktur des Verteilernetzes automatisch erkennen, die Verbrauchswerte messen und übertragen und so Condition Monitoring im Netzsegment ermöglichen – ohne zusätzlichen Installations- und Programmieraufwand. Die Ethernet-Kommunikation findet über die Energieversorgungsleitung statt. Ein Industrie-PC dient zur Visualisierung, zum Sammeln der Messwerte und als Kommunikationsschnittstelle zum Ethernet. Die Struktur des Netzwerks in einer Anlage wird durch die intelligenten Verteiler erkannt und dargestellt. Der Verlauf der Verbrauchswerte wird analysiert und für Einsparmaßnahmen und Verlaufsanalysen gespeichert. Harting weiter: „An den Energieverteilern können gezielt Freischaltungen im Netzwerk zur Vermeidung von Lastspitzen oder auch zur Energieeinsparung zum Beispiel in Produktionspausen oder am Wochenende vorgenommen werden. Damit können die in der Leitebene erkannten Einsparpotenziale bis in die Feldebene umgesetzt werden. Und das ist der Schlüssel zur Steigerung der Energieeffizienz.“

Wann die Markteinführung der Technologie erfolgt, stand zur Hannover Messe noch nicht fest. Vor 2012 sei allerdings mit Serienprodukten nicht zu rechnen.

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