Im Fokus: App-basierte Automation
Der Vertical Farming Demonstrator
Im Mittelpunkt des diesjährigen Auftritts der Open Industry 4.0 Alliance steht die Präsentation eines Vertical-Farming-Demonstrators. Er zeigt anhand dreier Anwendungsfälle den Multi-Vendor-Ansatz und die Interoperabilität innerhalb synergetischer Projekte.
Neben der Neuauflage der Digital Twin Challenge wird der Demonstrator die Themen Digital Twin Enablement und Asset Administration Shell (AAS) in den Fokus rücken. Er zeigt anhand dreier Anwendungsfälle den Multi-Vendor-Ansatz und die Interoperabilität innerhalb synergetischer Projekte. Die konkreten Fälle sind »Engineering to Operations«, »Industrial Control as a Service« und »Automated as Built«.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte das Projekt ursprünglich in Zusammenarbeit mit den OI4-Alliance-Mitgliedsunternehmen Boehringer Ingelheim und Endress+Hauser. Inzwischen sind weitere Mitglieder beteiligt, namentlich Beckhoff, Copa-Data, Flecs und Zeta. Die Demonstration verdeutlicht die Verbindung von Informationstechnologie (IT) und Operationstechnologie (OT) im Rahmen der neuen OI4 Architectural Guardrails.
Mit dem Vertical Farming Demonstrator zeigt die Open Industry 4.0 Alliance, wie Hersteller durch Sicherstellung der Interoperabilität basierend auf Standards wie der Verwaltungsschale als Implementierung des Digitalen Zwillings, Planungsprozesse der Prozessindustrie nachhaltig optimiert und es ermöglicht diese effizienter zu gestalten. Damit werden manuelle Aufwände reduziert, und sowohl die Dauer für die Planung neuer Anlagen als auch die Time To Market optimiert. »Der zentrale Aspekt ist hierbei die Sicherstellung der Interoperabilität für Daten, Schnittstellen und Semantiken über den kompletten Lebenszyklus«, erklärt Michael Riester, Head of Research & Development bei Endress+Hauser die Vorteile, die die beteiligten Unternehmen und Partner besonders hervorheben möchten:
• Kürzere Markteinführungszeit: Durch die Nutzung des Demonstrators und die konsequente Anwendung der Digital Twin-Technologie sowie die nahtlose Integration von IT und OT kann die Zeit, die benötigt wird, um neue Lösungen auf den Markt zu bringen, erheblich verkürzt werden.
• Geringere Komplexität und höhere Leistungsfähigkeit von Automatisierungssystemen: Der Multi-Vendor-Ansatz und der Einsatz interoperabler Komponenten führen zu einer erheblichen Reduktion der Komplexität. Statt herkömmlicher Insellösungen bietet der Demonstrator eine durchgängige, aufeinander abgestimmte Lösung, die gleichzeitig die Leistungsfähigkeit der Automatisierungssysteme erhöht. Die Eliminierung physischer SPS/Edge-Hardware sowie der Verzicht auf klassische Feldbusse vereinfachen das Engineering und ermöglichen effizientere, skalierbare Systeme.
• Verringerung des manuellen Aufwands im Betrieb: Dank des »as-a-Service«-Ansatzes und der Automatisierungsmöglichkeiten, die durch die Asset Administration Shell geboten werden, wird der manuelle Aufwand im Betrieb erheblich reduziert. Dies spart nicht nur Arbeitszeit und Kosten, sondern minimiert auch Fehlerquellen, die durch manuelle Eingriffe entstehen könnten.
»Diese Kooperation zeigt eine Skalierbarkeit von OT-Technologie, die durch die Eliminierung physischer SPS/Edge-Hardware und den Verzicht auf klassische Feldbusse ermöglicht wird. Der as-a-Service-Ansatz vereinfacht modernes Engineering erheblich«, erklärt Samuel Greising, Managing Director bei Flecs.
Open Industrie 4.0 Alliance auf der SPS: Halle 5, Stand 160











