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BDI

dpa | Andrea Gillhuber,

Mehr Energieimporte aus »grünen Quellen« gefordert

Industriepräsident Siegfried Russwurm hat die Bundesregierung dazu gedrängt, den Import erneuerbarer Energien voranzutreiben.

© Pixabay/CC0

»Wir werden massiv ‚grüne Quellen‘ brauchen: Länder, aus denen wir CO2-neutrale Energieträger importieren können«, sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) am Dienstag im Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth. »Das muss der Schwerpunkt ökologischer Klima-Außen-Wirtschaftspolitik sein.«

»Hoffentlich weiß das Frau Morgan und hoffentlich kann sie das«, sagte er mit Blick auf Jennifer Morgan, die von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) als Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik ins Auswärtige Amt geholt worden war.

Deutschland sei seit mehr als 100 Jahren Energieimportland und bleibe das auch, solange es Industrieland sei. 2021 seien 71 % des Bruttoenergiebedarfs importiert worden. Beim maximalen Ausbau der erneuerbaren Energien und allen Verbesserungen im Wirkungsgrad schaffe man es, diese Zahl vielleicht auf 60 oder 55 zu drücken.

Russwurm hatte sich angesichts des Angriff Russlands auf die Ukraine bereits zuvor dafür ausgesprochen, die Abhängigkeit von russischer Energie möglichst schnell zu überwinden.

Sicherheitspolitisch ist der Ausbau der Importe von CO2-neutraler Energie laut Russwurm mit Chancen und Risiken verbunden: In den Golfstaaten und Ländern im Maghreb gebe es Hunderte Millionen von Menschen, die allein vom Export fossiler Energieträger lebten.

»Denen sagen wir gerade, dass wir in 23 Jahren nichts mehr von ihnen kaufen wollen. Und mehr noch: Wir werden die Welt davon überzeugen, dass sie in 23 Jahren nichts mehr von ihnen kauft«, sagte Russwurm. »Sicherheitspolitisch wären jetzt schon ein paar Antworten für diese Länder gefragt.« Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, also nur noch so viele Treibhausgase ausstoßen, wie wieder gebunden werden können.

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