VDI-Energiebarometer April 2013
Energiesektor bleibt weiterhin optimistisch
Der Energiesektor, darunter etwa der Energiemaschinen- und Anlagenbau, nimmt die Wettbewerbsfähigkeit der regenerativen Energien noch positiver wahr als zu Jahresbeginn - insbesondere die geothermische Energietechnik und die Wasserenergietechnik. Zu diesem Ergebnis kommt der VDI in seinem Energiebarometer für April 2013.
Bereits im Januar 2013 hatte der VDI im Rahmen seines Energiebarometers die Branchen im Energiesektor befragt. Im Vergleich dazu fällt auf, dass die Teilnehmer der aktuell durchgeführten April-Befragung die Bereiche Braunkohle und Erdgastechnik deutlich negativer einschätzen als noch im Januar. Generell konstatieren die aktuellen Ergebnisse eine anhaltend positive Haltung des Energiesektors gegenüber den eigenen Branchen. "Durch die relativ konstanten Ergebnisse wird zum einen die gute Ausgangslage im Energiesektor, aber auch eine abwartende Haltung im Licht der anstehenden Bundestagswahl deutlich", erklärt Dr. Ina Kayser, im VDI Expertin für die Themen Beruf und Arbeitsmarkt.
Auch die Innovationsvorhaben hinsichtlich Produkten, Verfahren und Dienstleistungen wurden thematisiert. Wie schon in der Januar-Auswertung schnitt die Wasserkrafttechnik am schwächsten ab. Konstant positiv bewertet der Energiesektor hingegen die hohe Innovationskraft der Windenergietechnik. Noch bessere Bewertungen als im Januar erhielt die Innovationskraft dezentraler KWK-Anlagen.
Auf die Frage, wie die Experten die wirtschaftliche Entwicklung ihrer Branche in den nächsten Monaten bewerten, schnitten insbesondere die Bereiche der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, der Energieberatung und des Energiemanagements sowie Forschung und Wissenschaft gut ab. Die Entwicklung der Braunkohleenergie wird im Vergleich zur Vorbefragung im Januar 2013 deutlich pessimistischer gesehen.
Mit dem Energiebarometer analysiert der VDI quartalsweise die Entwicklung des Energiesektors nach Branchen. Im Fokus stehen die Themen Wettbewerbsfähigkeit, Innovationsaktivitäten, Branchenentwicklung, Fachkräfte und Unternehmensentwicklung.










