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Artikel und Hintergründe zum Thema

Studie 'Energy Radar'

Hagen Lang,

Die Zukunft des Energiesektors Deutschlands

Roland Berger und die Technische Universität München haben die Studie 'Energy Radar' zur Zukunft des Energiesektors vorgestellt. Die Experten machen einen starken Wandel in der Architektur der Energieversorgung aus, sehen aber noch große Unsicherheiten, welche Technologien und Geschäftsfelder erfolgreich sein werden.

Die Studie 'Energy-Radar - Germany's Energy Sector On The Brink Of Transformation' fasst die Energiemarkttrends der kommenden zehn Jahre zusammen.

© Roland Berger

Der Ausstieg aus der Kernenergie und Einstieg in die regenerative Energieerzeugung bedingen einen umfassenden Umbau der deutschen Energieversorgungsstruktur. Laut der Studie von Roland Berger und der Technischen Universität München geht der Trend weg von zentral aufgebauten Top-Down-Strukturen und hin zu dezentral vernetzten, regional orientierten Strukturen. Dieser Wandel fordert den Marktbeteiligten einiges ab. Um für diese Herausforderungen gewappnet zu sein, müssen die Energieversorger und Technologieanbieter ihre Innovationskraft stärken und ihre Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen flexibilisieren.

So lautet das Fazit der Studie 'Energy-Radar - Germany's Energy Sector On The Brink Of Transformation', die die Unternehmensberatung Roland Berger gemeinsam mit der TU München erstellt hat. Flexibilität tut Not, denn die künftig erfolgreichen Geschäftsmodelle und Techniken beim Umbau des Energiesektors sind noch weitgehend unklar. 'Regenerative Energien' im Allgemeinen, Energieeffizienz und Speichertechnologien werden eine bedeutende Rolle spielen, so viel kann gesagt werden. Um zu den Gewinnern dieses Paradigmenwechsels zu gehören, raten die Unternehmensberater den Firmen, ihre Beschäftigten auf diesen Wandel vorzubereiten.

"Deutschlands Energiesektor muss einige Schlüsselherausforderungen bestehen", sagt Jörg Stäglich, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants. "Die sich wandelnden Rahmenbedingungen für die deutsche Energie-Industrie zwingen die Unternehmen ihre traditionellen Geschäftsmodelle zu optimieren, während sie neue Produkte und Geschäftsmodelle schaffen."

Schlüsselaspekte, wie die dezentralisierte Erzeugung erneuerbarer Energien und der Trend weg von der Atomenergie, haben den deutschen Markt in den letzten Jahren signifikant verändert, so Prof. Dr. Alwine Mohnen von der TU München. Mohnen weiter: "Energieversorger müssen neue Geschäftsfelder aufbauen um die neue Nachfrage ihrer Kunden zu bedienen."

Neue Herausforderungen für die Unternehmen sieht Stäglich im Spezialistenmangel, dem Management von Geschäftsnetzwerken und Partnerschaften und dem immer stärkeren technologischen Innovationswettbewerb. "Insbesondere die jüngsten Entwicklungen in der Speichertechnologie spielen eine zunehmend wichtige Rolle", erklärt Stäglich.

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