Erneuerbare Energien
Windmesse: Husum und Hamburg einigen sich
Nach monatelangem, erbittertem Tauziehen über die künftige Gestaltung der Windmessen in Deutschland haben sich die Messegesellschaften in Hamburg und Husum nun darauf geeinigt, als gleichberechtigte Partner eine gemeinsame Branchenlösung weiterentwickeln zu wollen.
Die Vereinbarung sieht vor, dass beide Veranstalter ab September 2014 gemeinsam alle zwei Jahre die internationale Leitmesse der Windindustrie in Hamburg veranstalten. Ab September 2015 wird es darüber hinaus eine in den ungeraden Jahren stattfindende und gemeinsam ausgerichtete nationale Windmesse in Husum geben. Peter Becker, Messe Husum und Congress, hierzu: "Wir freuen uns über die jetzt gefundene Lösung, die sicherstellt, dass die internationale Leitmesse der Windindustrie langfristig in Norddeutschland bleibt. Wir werden sie gemeinsam ausbauen und der Onshore- wie der Offshore-Branche die weltweit führende Plattform in der Windmetropole Hamburg bieten. Zugleich führen wir in Husum die lange Tradition fort und fokussieren uns inhaltlich auf die Belange des nationalen Windmarktes."
Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer sei der Kompromiss vor allem durch die breite Unterstützung der Industrie als Erfolg für den Messestandort Norddeutschland zu bewerten. So hätten sich die wichtigsten Player auf dem Markt verpflichtet, auf beiden Messen präsent zu sein: "Eine solche Unterstützung ist ein großer Vertrauensbeweis, der sich für beide Messegesellschaften und beide Länder auszahlen wird", ist Meyer überzeugt. Auch der Bundesverband Windenergie (BWE) unterstützt die getroffene Vereinbarung zwischen Husum und Hamburg. BWE-Präsidentin Sylvia Pilarsky-Grosch: "Wir vertreten rund 20.000 Mitglieder, die sich auf unterschiedlichen Märkten bewegen und darum unterschiedliche Ansprüche an eine Windmesse haben. Das gemeinsame Konzept kombiniert die Tradition und Atmosphäre Husums, die für den deutschen Markt wichtig ist mit den Vorteilen des Standortes Hamburg, die die internationalen Aussteller gewohnt sind."










