Maschinenbau

Jan Bihn,

VDMA rechnet für 2011 mit 14 % Produktions-Plus

Der VDMA erhöht zum Start der Hannover Messe seine Produktionsprognose für 2011 von zehn auf 14 %. Ein Grund hierfür seien amtliche Korrekturen. „Das Produktionsniveau unserer Branche lag dadurch zur Jahreswende nochmals höher als wir ohnehin erwartet hatten“, sagte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner.

"Die an sich erfreuliche Anhebung der Prognose ist uns aufgrund der jüngsten Entwicklungen in Japan und Nordafrika nicht leicht gefallen", schränkt Dr. Thomas Lindner die reinen Zahlen ein. Die neuen konjunkturellen Risiken kommen zur ohnehin vorhandenen Eurokrise hinzu.

© VDMA

Nach Angaben des VDMA ist der deutsche Maschinen- und Anlagenbau gut ins Jahr gestartet. Die Produktion legte im Januar 2011 im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Viertel (23,6 %) zu. Aktuell – Stand Januar – liegt die Kapazitätsauslastung bei 86,4 Prozent. Ende Januar 2011 beschäftigte die Branche 910.000 Personen (Januar 2010: 911.000).

Im Februar 2011 stieg der Auftragseingang um real plus 38 % im Vorjahresvergleich. Das Inlandsgeschäft stieg um 40 %. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Plus von 37 % im Vergleich zum Vorjahresniveau. In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich Dezember 2010 bis Februar 2011 ergibt sich insgesamt ein Plus von 42 % im Vorjahresvergleich, bei den Inlandsaufträgen ein Plus von 43 % und bei den Auslandsaufträgen ein Plus von 42 %.

Exporte legen zu

2010 stiegen die deutschen Maschinenexporte real um 11,5 % auf 125 Mrd. Euro. Als stärkster Exportmarkt etablierte sich die Volksrepublik China mit plus 34,7 % im Vorjahresvergleich. Das sind fast ein Achtel der deutschen Maschinenbauexporte. Doch auch die Maschinenausfuhren in die USA expandierten kräftig um 18,7 % im Vorjahresvergleich. Indien, Russland und Südostasien nahmen deutschen Herstellern jeweils rund ein Fünftel mehr Maschinen und Anlagen ab, bei Brasilien waren es sogar fast 30 % plus, die Türkei schob sich mit einem Plus von 32,7 % auf Platz 15 der Exportländer.

Steigende Importe

Die Maschinenimporte stiegen insgesamt um 17,5 Prozent auf 45,9 Milliarden Euro, wovon insbesondere die deutschen Nachbarländer profitierten, da Deutschland weiterhin der größte Maschinenbau-Importeur in Europa ist. Fast 60 %  der deutschen Maschinenimporte kamen 2010 aus den EU-27-Ländern. Dies entspricht einem Handelsvolumen von 27,4 Milliarden Euro. An der Spitze der Maschinenimporteure steht wie im Vorjahr Italien mit 4,5 Milliarden Euro. Die Importe aus Asien stiegen um 33,7 Prozent auf acht Milliarden Euro. Allein China legte um 33,1 Prozent zu auf 2,9 Milliarden Euro. Die Importe aus den USA lagen bei 3,9 Milliarden Euro – ein Plus von 28,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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