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Maschinen- und Anlagenbau

Davina Spohn,

VDMA erwartet deutlich höhere Produktion für 2018

Auf der Wirtschaftspressekonferenz des VDMA hat Verbandspräsident Carl Martin Welcker die Erhöhung der Produktionsprognose auf 5 % verkündet. Diese Anhebung gründet unter anderem auf guten Nachfrage-Aussichten im deutschen Maschinen- und Anlagenbau.

"Der Maschinen- und Anlagenbau ist der größte industrielle Arbeitgeber Deutschlands und eine maßgebliche Stütze der gesamten europäischen Industrie.", so Carl Martin Welcker (2. von links) auf der Wirtschaftspressekonferenz des VDMA.

© Computer&AUTOMATION

Die Maschinenbauer in Deutschland rechnen für das laufende Jahr mit einer anhaltend guten Konjunktur. Der VDMA-Präsident Carl Martin Welcker geht davon aus, dass sich „das Wachstum der vergangenen Monate national und international trotz vieler Unsicherheiten fortsetzen wird. „Angesichts recht dynamischer Auftragseingänge, die jetzt nach und nach zu Umsatz werden, sowie guter Perspektiven für die Nachfrage erhöht der VDMA seine Produktionsprognose von bisher real plus 3 auf plus 5 Prozent“, erläutert Welcker.

Der Maschinenbau in Deutschland lebt insbesondere vom Export: Über drei Viertel aller produzierten Güter werden ausgeführt. „Wir erwarten hier ein Wachstum auf breiter Basis mit Unterschieden im Detail“, sagte der VDMA-Präsident. Der größte Einzelmarkt - die Vereinigten Staaten - wird sich weiterhin expansiv entwickeln. Die amerikanische Unternehmenssteuerreform mit ihren deutlich verbesserten Abschreibungsbedingungen könnte neue Investitionen ankurbeln, auch weil Amerika viele Maschinen importieren muss. „Allerdings schwebt über uns das Damoklesschwert des aktuellen Handelskonflikts, dessen Auswirkungen speziell auf den Maschinenbau heute noch nicht abschätzbar sind”, so Welcker. “Hier liegt sicher ein nicht zu unterschätzendes Risiko für unsere Produktionsprognose“.

Für China rechnet der Verband mit einem Tempoverlust der Exporte, auch weil 2017 ein besonders hohes Ausfuhrwachstum gebracht hatte. Die Lieferungen in die EU-Partnerländer werden nach Ansicht der VDMA-Volkswirte dagegen weiter zulegen. „Einzig für das Geschäft mit Großbritannien rechnen wir mit einem stärkeren Rückgang als 2017, als die Exporte um 3 % sanken. Selbst ein Minus in zweistelliger Größenordnung schließen wir nicht aus – der Brexit wird deutliche Spuren bei den Investitionen auf der Insel hinterlassen“, sagt der VDMA-Präsident.

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