VDI
Umfrage unter Ingenieurinnen
Im Rahmen einer Umfrage des Vereins Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) im Vorfeld der „1st European Conference on Gender an Diversity in Engineering and Science“ gaben 500 Ingenieurinnen Auskunft zu ihrem Berufsbild und die daran geknüpften Anforderungen.
Demnach können lediglich sieben Prozent Beruf und Familie gut vereinbaren. Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer wünscht sich vom Arbeitgeber Kinderbetreuungsangebote - ein Viertel aller Arbeitgeber bietet diese an. Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei der Frage nach einem Mentor im Unternehmen ab: 75 % der Frauen erachten diese Art der Unterstützung als positiv für das berufliche Weiterkommen, nur ein Viertel kann jedoch darauf zurückgreifen.
Laut dem Verband ist der frühe Kontakt mit den Zielgruppen wichtig, um falschen Vorstellungen von einem Ingenieurstudium und -beruf entgegen zu wirken. Dies bestätige auch das jüngst erschienene VDI/acatech-Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften: Vielen Mädchen fehle das Selbstvertrauen bei technischen Fragestellungen und berufstätige Ingenieurinnen erführen gegenüber ihren männlichen Kollegen Benachteiligungen.
Michael Dirk, Mitglied des VDI-Präsidiums und Technikvorstand bei Audi, erklärt: „Unsere Aufgabe ist es, Ingenieurinnen stärker als Vorbilder für Schülerinnen und Studentinnen auftreten zu lassen, beispielsweise im Rahmen des Projektes ´MINT Role Models´". MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Role Models wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Ingenieurinnen sollen jungen Frauen Mut machen, einen Beruf in den technisch-wissenschaftlichen Bereichen zu ergreifen. Sie treten als Vorbilder für Schülerinnen und Studentinnen auf, nehmen an Vorträgen und Workshops teil und vermitteln ihren Werdegang und ihre Motivation.
Laut Aussage des VDI liegt die Quote weiblicher Ingenieure in Deutschland bei elf Prozent. Andere europäische Länder, wie Schweden oder Bulgarien, erreichen Werte von über 25 %.










