LEED-Zertifizierung
Taipei 101 mit grüner Plakette
Taipei 101, mit 508 Metern eines der höchsten Gebäude der Welt, hat die LEED-Platinum-Zertifizierung für Energieeffizienz und umweltbewusstes Design erhalten. Die Zertifizierung ist das international bedeutendste Bewertungssystem für „Green Buildings“. Unterstützt wurde der Betreiber des Hochhauses dabei von Siemens.
Das Wahrzeichen der Stadt Taipei ist das weltweit erste Gebäude in dieser Größenordnung, das die Qualitätsstufe Platin der LEED-EBOM-Zertifizierung (Leadership in Energy and Environmental Design for Existing Buildings: Operations and Maintenance) erreicht hat. In den Kategorien „Luftqualität im Gebäude“ und „Energie und Atmosphäre“ erreicht Taipei 101 die volle Punktzahl.
Bereits bei seinem Bau im Jahr 2004 war der Wolkenkratzer als umweltfreundliches Gebäude konzipiert. Trotzdem beträgt das jetzt umgesetzte Sparpotential rund zehn Prozent in Bezug auf Strom- und Wasserverbrauch sowie Abfallaufkommen: Es umfasst 28.000 Tonnen Wasser und 1261 Tonnen Abfall, der Stromverbrauch reduzierte sich um 4,8 Millionen kWh – das entspricht einem Rückgang der Energiekosten um rund 700.000 US-Dollar jährlich. Zudem sank der CO2-Ausstoß um 2995 Tonnen.
Um diese Energieeffizienz zu erreichen, wurden neue Komponenten installiert und Anpassungen am eingesetzten Energieüberwachungs- und Leitsystem sowie dem Heizungs-, Lüftungs- und Klimasystem vorgenommen. Die Mieter des Gebäudes spielten bei den Verbesserungen ebenfalls eine Rolle: Ihnen wurde das Konzept eines „grünen“ Lebensstils und die Auswirkungen schon kleiner Veränderungen - zum Beispiel am eigenen Heizverhalten - auf den Energiebedarf erklärt.

Taipei 101 - LEED-Zertifizierung
Rekordgebäude mit Vorbildstatus
Harace Lin, Vorstand von Taipei 101, sieht in dem Projekt kein einmaliges Unternehmen: „Die Zertifizierung ist von hoher Bedeutung, nicht nur für uns, sondern für die gesamte Branche, denn sie zeigt, dass sich Umweltbewusstsein, Kostenüberlegungen und Effizienzgewinne gegenseitig nicht ausschließen.“ Potential für derartige Effizienzverbesserungen an Gebäuden sieht auch Hubert Keiler, Geschäftsführer des Siemens-Geschäftsbereiches Building Automation: „Gebäude verursachen 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und 21 Prozent des CO2-Ausstoßes.“
Der Mehrzweckkomplex Taipei 101 verfügt über eine Nutzfläche von 357.721 m² und kann bis zu 10.000 Personen fassen. Seine Nutzung erfolgt überwiegend mit Büros, Geschäften und Restaurants. Während des Zertifizierungsprozesses zu LEED arbeitete die Siemens-Division Building Technologies mit EcoTech International, einem Zusammenschluss führender Experten auf dem Gebiet „grüner“ Gebäudeentwicklung, und dem Innenarchitekturunternehmen Steven Leach Associates zusammen.










