PLCopen / OPC Foundation

Günter Herkommer,

SPS-MES-Kopplung auf der Tagesordnung

Zwei neue Motion-Control-Spezifikationen und eine „taufrische“ Aktivität in Richtung SPS-MES-Kopplung – mit diesen Themen präsentiert sich die PLCopen auf der SPS/IPC/Drives 2011.

PLCopen-Geschäftsführer Eelco van der Wal und Stefan Hoppe von der OPC Foundation sind sich einig: „Die Nutzung von proprietären Protokollen zum Zugriff auf Maschinen ist nicht mehr zeitgemäß.“

© Computer&AUTOMATION

„Ich bin sehr froh, dass wir dieses Jahr nicht nur die Version 2.0 der Motio-Control-Grundspezifikation freigeben konnten, sondern auch die Menge der Funktionalitäten erweitern", so Eelco van der Wal, Geschäftsführer von PLCopen. Der neue Teil 5 der Spezifikation ermögliche es den Anwendern, ihre speziellen ‚Homing Procedures' zu entwickeln, indem harmonisierte Funktionalitäten „wie mit einem Satz von Lego-Steinen" kombiniert werden. Ebenfalls neu ist der Teil 6 ‚Fluid Power'. Hiermit stehe zum einen die Benutzerfreundlichkeit der PLCopen Motion Control Architektur jetzt auch im Bereich der Hydraulik zur Verfügung gestellt. Zum anderen wird damit das Zusammenführen der Softwareumgebungen von elektrischen und hydraulischen Anlagen beziehungsweise ein harmonisiertes ‚Look&Feel' möglich. „Mit diesen Erweiterungen zeigen wir unsere langfristige Verpflichtung zum Thema Motion Control und stellen den Nutzern die notwendigen Funktionalitäten für alle Anwendungsfelder zur Verfügung", unterstreicht der PLCopen-Geschäftsführer.

Kurz vor der SPS/IPC/Drives fiel auf einem Kickoff-Treffen bei SAP der offizielle Startschuss für ein weiteres Projekt: Zusammen mit der OPC Foundation will PLCopen die Kopplung von industriellen Steuerungen mit Manufacturing Execution Systemen (MES) harmonisieren beziehungsweise vereinfachen. Die gemeinsame Arbeitsgruppe wird sich zunächst auf zwei Hauptthemen konzentrieren:

  1. Definition der Kommunikationsmechanismen via OPC UA für eine MES-Integration
  2. Definition der Inhalte für eine MES-Integration

„Nach der grundlegenden Zusammenarbeit zwischen PLCopen und OPC Foundation und den ersten zur Verfügung stehenden Ergebnissen was das Mapping der IEC 61131-3 in das OPC-UA-Informationsmodell betrifft, ist dieses der logisch folgende Schritt", kommentiert Rene Simon als Vorsitzender der PLCopen die anstehenden Aktivitäten und ist überzeugt: „Damit ändern sich definitiv die Kommunikationsarchitekturen in den Betrieben." Stefan Hoppe, Präsident der OPC Foundation Europe, ergänzt: „Wir sind froh dass neben SAP auch Organisationen wie ZVEI und VDMA diese Initiative unterstützen und wir darüber hinaus bereits zahlreichen positiven Reaktionen auf unser Vorhaben erhalten haben."

Entscheidend im Zusammenhang mit den anstehenden MES-Aktivitäten sei, dass weder die OPC Foundation noch die PLCopen eigene MES-Parameter erfinden wollen, sondern vielmehr die bestehenden MES-Experten dazu einladen, ihre MES-Modelle über OPC UA und IEC 61131-3 zu erledigen. Neben den genannten Organisationen sind auch Rockwell und Siemens ‚mit im Boot'.

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