Maschinenbau
Fachkräftemangel bei IT und Automatisierungstechnik
„Der Fachkräftemangel macht im Maschinenbau auch vor der Software und Automatisierungstechnik-Entwicklung nicht halt“, beklagte Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), anlässlich des Dritten Nationalen IT-Gipfels am 20. November in Darmstadt.
In Maschinenbau sind in den Sparten IT- und Automatisierungstechnik heute schon genauso viele Stellen unbesetzt wie in der mechanischen Entwicklung und Konstruktion - dies ist die Quintessenz einer im September durchgeführten Umfrage unter den VDMA-Mitgliedern. Rund zwei Drittel der Unternehmen nennen dann auch die Personalverfügbarkeit als größtes Problem in der Entwicklung von IT- und Automatisierungstechnik.
„Wird in der Hochschulpolitik und im Technologietransfer nicht gegengesteuert, droht sich der Fachkräftemangel weiter zu verschärfen“, unterstrich auch Rainer Glatz, Geschäftsführer der VDMA-Fachverbände Software und Elektrische Automation. Denn heute schon besteht laut Umfrage ein Maschinenbauprodukt im Schnitt nur noch zu drei Vierteln aus mechanischen Komponenten. Bereits ein Viertel machen Software, Elektrotechnik und IT-Hardware aus. Tendenz deutlich zunehmend, denn die Unternehmen messen der Software und Automatisierungstechnik eine wachsende Bedeutung für ihre Wettbewerbsfähigkeit am Markt bei.
Die große Bedeutung von Software und Automatisierungstechnik in der Branche unterstreicht auch das Beschäftigungswachstum bei den Elektroingenieuren und Informatikern. Deren Zahl hat sich im Maschinen- und Anlagenbau innerhalb von zehn Jahren auf nunmehr rund 34.000 verdoppelt. Die Dynamik scheint ungebrochen: Die befragten Unternehmen rechnen damit, dass die Zahl der Arbeitsplätze in der Entwicklung von Software und Automatisierungstechnik in den nächsten drei Jahren um mehr als 30 % wachsen wird.









