ABB – 4. Quartal und Gesamtjahr 2016
Das Marktumfeld bleibt schwierig
Der ABB-Konzern hat die Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 bekannt gegeben: Zwar konnte im Schlussquartal ein Zuwachs bei Auftragseingang und Umsatz verzeichnet werden; in der Jahresbilanz steht allerdings vor beiden Kennzahlen ein Minus.
„Dank der starken Performance der Division Stromnetze sind wir im vierten Quartal trotz des schwierigen Marktumfelds gewachsen“, blickt Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB, auf das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2016 zurück. Konkret legte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahresquartal auf vergleichbarer Basis (Lokalwährung bereinigt um Akquisitionen und Veräusserungen) um 3 % zu (stabil in US-Dollar), was insbesondere auf den Zuwachs bei Großaufträgen ab 15 Mio. US-Dollar zurückzuführen sei. Während die Basisaufträge in der Division Industrieautomation und Antriebe stiegen, blieben sie in der Division Prozessautomation stabil und gingen in den übrigen beiden Divisionen zurück. Aufträge für Service und Software stiegen im Vergleich zum vierten Quartal 2015 um 4 % (2 % in US-Dollar) und trugen 20 % zum gesamten Auftragseingang bei.
Der Umsatz stieg im 4. Quartal 2016 auf vergleichbarer Basis um 1 % (minus 3 % in US-Dollar), gestützt auf Zuwächse in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte und Stromnetze. Im Service- und Softwaregeschäft stieg der Umsatz um insgesamt 2 % (stabil in US-Dollar) und steuerte 18,5 % zum Gesamtumsatz bei. Das operative EBITA schließlich ging währungsbereinigt um 2 % (4 % in US-Dollar) auf 1,057 Mrd. US-Dollar zurück. Die operative Marge betrug 11,7 % und lag damit 20 Basispunkte unter dem Wert der Vorjahresperiode.
Der Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2016 von ABB ergibt folgendes Bild: Der Auftragseingang gab gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 vergleichbar um 5 % nach (minus 8 % in US-Dollar). Die Basisaufträge gingen um 2 % zurück, während sich die Großaufträge verglichen mit dem hohen Auftragseingang 2015 um 24 % verringerten (minus 27 % in US-Dollar). Aufträge für Service und Software wuchsen insgesamt um 3 % und steuerten 18,4 % zum gesamten Auftragseingang bei.
Der Konzern-Umsatz 2016 sank um 1 % (minus 5 % in US-Dollar), wobei laut Spiesshofer Umsatzzuwächse in den Divisionen Stromnetze und Elektrifizierungsprodukte die rückläufigen Zahlen in der Division Industrieautomation und Antriebe und der Division Prozessautomation kompensieren konnten. Die Umsätze im Service- und Softwaregeschäft stiegen insgesamt um 3 % auf 17,8 % des gesamten Konzernumsatzes. Der Konzerngewinn belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf 1,96 Mrd. US-Dollar – eine Steigerung um 2 % gegenüber der Vorperiode.
Der Ausblick auf 2017
Makroökonomische und geopolitische Entwicklungen signalisieren nach den Worten von ABB-CEO Ulrich Spiesshofer ein durchwachsenes Szenario mit anhaltenden Unsicherheiten. Einige makroökonomische Signale aus den USA seien weiter positiv. Für China erwartet er fortgesetztes Wachstum. Die globalen Märkte hingegen würden durch das verhaltene Wachstum und erhöhte Unsicherheiten, zum Beispiel durch den Brexit in Europa und geopolitische Spannungen in anderen Teilen der Welt, weiter belastet. Der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen. Angesichts dieser Entwicklungen und der laufenden Transformation von ABB geht Spiesshofer davon aus, dass 2017 für den Konzern ein Übergangsjahr werde.













