Erneuerbare Energien
TU München gründet Lehrstuhl für Windenergie-Forschung
Mit dem neu geschaffenen Lehrstuhl für Windenergie vernetzt die Technische Universität München (TUM) ihre Forschungsaktivitäten im Bereich Windenergie. Als Professor konnte Carlo Bottasso von der Technischen Universität Mailand gewonnen werden.
Der Lehrstuhl zur Windenergie-Forschung ist im Bereich 'Regenerative Energien' der Forschungsinitiative TUM.Energy angesiedelt, und koordiniert in der Munich School of Engineering (MSE), einem sogenannten Integrativen Forschungszentrum der TU München. Nach Uni-Angaben schaffe dies Synergien mit Forschungsfeldern wie neue Materialien, Einbindung ins Stromnetz, Energiespeicherung und anderen.
"Wenn wir die Energiewende erfolgreich gestalten wollen, müssen wir unsere Kräfte über die klassischen Disziplinen hinaus zielgerichtet bündeln", sagt TUM-Präsident Professor Wolfgang A. Herrmann. Insgesamt verfügt die TU München über 30 Lehrstühle, die sich mit Windenergie-relevanter Forschung beschäftigen - von der Optimierung der Aerodynamik über die mathematische Modellierung von Starkwindrisiken bis hin zur zerstörungsfreien Prüfung von Turm und Rotorblättern. Windenergie spielt auch eine Rolle im neu gegründeten Munich Center for Technology in Society (MCTS), im Forschungsprogramm "Energy Valley Bavaria", in das das Wissenschaftsministerium in den kommenden Jahren zehn Millionen Euro investieren will, sowie im Windenergieforschungsnetzwerk Süd (WindForS). Hier arbeitet die TU München zusammen mit weiteren süddeutschen Universitäten und Forschungsinstitutionen an der Einrichtung eines Windenergieanlagen-Testfeldes.
Professor Carlo Bottasso war zuvor an der Politecnico di Milano (Technische Universität Mailand) tätig. In München soll er zunächst Expertisen und Kooperationen zusammenführen und ein starkes Netzwerk aus internen und externen Experten aufbauen.










