Kommunikation / Sensorverdrahtung
ODVA integriert IO-Link
Auf der Hannover Messe gab die Open-Devicenet-Vendor-Association einen Statusbericht über ihre diversen Aktivitäten – unter anderem wurde die Gründung einer Special-Interest-Group (SIG) für die IO-Link-Integration genehmigt.
Viele ODVA-Mitglieder wollen auch über das CIP-Protokoll (Common Industrial Protocol) und IO-Link die Parametrierung und Diagnose von Sensoren und Aktoren ermöglichen.
© Balluff, TMGAuf der Pressekonferenz in Hannover fiel es ODVA-Geschäftsführerin Catherine Voss etwas schwer, das Kind beim Namen zu nennen: „Es gibt mehr und mehr Interesse am Single-Drop-Communication-Interface, weshalb die ODVA der Bildung einer Special-Interest Group zugestimmt hat.“ Hinter SDCI verbirgt sich eine in der IEC 61131-9 genormte digitale Punkt-zu-Punkt-Verbindung für einfache und intelligente Sensoren. Noch präziser: IO-Link. Ursprünglich vom IO-Link-Konsortium entwickelt und vermarktet, ist IO-Link seit Anfang 2010 als technisches Komitee (TC6) in der PNO verankert. Durchaus verständlich, dass Voss deswegen die neutrale Bezeichnung bevorzugt.
Die Arbeitsgruppe der ODVA wird einen Ansatz zur Integration von SDCI-Geräten - IO-link - in Systeme mit Common-Industrial-Protocol (CIP) erarbeiten. Im ersten Schritt definiert die Arbeitsgruppe die Anforderungen für die Verwendung von derartigen Geräten in CIP-Systemen. Schlüsselthemen sind:
- anvisierte Anwendungsfälle, Steuerungsarchitekturen und Anwendungen für IO-Link in Kombination mit CIP,
- Implementierungsanforderungen von SDCI an CIP einschließlich Geräte-Interoperabilität, Konfiguration und Steuerung
- ein Datenmodell für die Integration von IO-Link-Geräten und
- die Abbildung des Datenmodells auf neue oder erweiterte CIP-Objekte und -Dienste.
Weiterhin wurden Aktualisierungen diverser CIP-Spezifikationen vorgestellt, unter anderen für das Energiemanagement. Ebenso gab Voss einen Statusbericht über die so genannte Maschineninitiative, die Ende November 2011 von ODVA, OPC-Foundation und Sercos-International initiiert wurde. Die Kooperation hat die Fertigungsoptimierung hinsichtlich Wartung, Störungsdiagnose und Energiemanagement zum Ziel. Neben der Definition einheitlicher Datenmodelle ist dazu auch der gemeinsame Betrieb unterschiedlicher Ethernet-Protokolle über ein Netzwerkkabel notwendig. Das entsprechende Konzept wurde von der ODVA wie auch von Sercos-International vorgestellt.
Endress+Hauser stellt ODVA-Vorstandsmitglied
Mit dem „Upgrade“ der Mitgliedschaft verbunden ist ein Sitz im Vorstand. ODVA-Geschäftsführerin Catherine Voss begrüßte Dr. Raimund Sommer, Geschäftsführer von Endress+Hauser Process Solutions, als ODVA-Vorstandsmitglied.
© Computer&AUTOMATIONDr. Raimund Sommer, Geschäftsführer von Endress+Hauser Process Solutions, gab den Wechsel des Mitglieds-Status seines Unternehmens bekannt: Als „Principal-Member“ reiht sich der Anbieter von Prozessinstrumentierung und –automation in den Kreis von Unternehmen wie Bosch Rexroth, Cisco, Rockwell Automation, Omron und Schneider Electric ein.
Endress+Hauser stellte 2009 das erste Gerät mit ODVA-Technologie vor – den weltweit ersten Coriolis-Durchflussmesser mit Ethernet/IP-Gateway. Dieser misst Massedurchfluss, Dichte und Temperatur und erlaubt über einen Web-Server eine Fern-Diagnose und Konfiguration. Vor kurzem folgte mit dem magnetisch-induktiven Durchflussmesser Promag 53 ein weiteres Gerät. Nach dem Upgrade bleibt es mit Sicherheit nicht bei diesen zwei Geräten, zumal der Kooperationspartner Rockwell Automation am weiteren Ausbau der Prozessmesstechnik für Ethernet/IP interessiert sein dürfte. „Unsere Kunden verlangen offene, interoperable Lösungen wie Ethernet/IP, da es übergeordnete Softwaresysteme wie ERP-Systeme, Prozessdaten-Archive, Optimierungstools und Asset-Management-Systeme befähigt, auf Daten der Prozessinstrumente zuzugreifen“, erklärt Dr. Sommer. Endress+Hauser wird künftig die nahtlose Integration komplexer Sensoren in Ethernet/IP-Systemarchitekturen mitgestalten und sicherstellen.“














