Leine & Linde
Drehgeber für die Schwerindustrie
Leine & Linde brachte auf der SPS IPC Drives eine Drehgeberreihe mit Funktionalität in völlig neuer Dimension auf den Markt. Was dahinter steckt, erläuterte Klaus Korger, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung.
Was ist das Besondere an den Drehgebern der '900-Serie Premium'?
Die neue Baureihe 900 ist mit einem induktiven Scanning ausgestattet. Durch den Wegfall der LED-Einheit wurde Platz geschaffen für große Wellenlager - die Wellenlager sind das Lebensdauer bestimmende Element in einem Drehgeber! Schließlich müssen sie ständig den Vibrationen und Schlägen widerstehen, die im typischen Umfeld von Anwendungen in der Schwerindustrie auftreten. Durch die großzügige Dimensionierung der Kugellager ist eine lange Verfügbarkeit der Drehgeber sichergestellt.
Was verstehen Sie unter "Funktionalität in völlig neuer Dimension" konkret?
Wir haben die bereits in der kleineren Bauform der Serie 600 existierende Bustechnologie in eine neue Dimension integriert – und die Baureihe 900 ist hinsichtlich der Abmessungen eine solche mit ihrem Außendurchmesser von 100 mm!
Für welche Applikationen ist der Drehgeber denn gedacht?
Er kommt überall dort zum Einsatz, wo bisher teure Wellendrehgeber mit Kupplungsanbau genutzt werden. Durch die hohe Dichtigkeit und den weiten Temperaturbereich - abhängig vom Interface bis maximal 85 °C - sehen wir auch Anwendungen im Außenbereich bei Kränen oder Windturbinen.
Welches sind die Vorteile im Vergleich zu bisherigen Lösungen?
Für Applikationen in der Stahlindustrie oder anderen Industrieanwendungen wie zum Beispiel Großantriebe an Kränen oder Tagebauantrieben hatten wir bis dato keine wirklich gute Lösung mit Hohlwelle! Der Hohlwellenanbau bietet dem Anwender aber viele Vorteile, wie etwa kürzere Einbautiefe, einfachere Justage, Wegfall der Wellenkupplung etc. Um für bestehende Applikationen eine Alternative bieten zu können, haben wir aber auch eine Wellenvariante im Programm.










