Sick
Abschluss nahezu auf Vorjahresniveau
Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen hat der Sick-Konzern 2020 einen soliden Abschluss erzielt. Das Sensorunternehmen verzeichnete einen leichten Umsatzrückgang von 2,9 % auf 1,7 Mrd. Euro (2019: 1.75Mrd. Euro).
Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender von Sick
© SickDamit übertraf Sick eigenen Angaben in der Bilanzpressekonferenz am 21. April 2021 zufolge die Umsatzentwicklung der deutschen Maschinenbauindustrie signifikant: Der VDMA prognostizierte diesen mit einem Produktionswachstum von minus 14 % für 2020. Die Nachfrage nach Sensorlösungen war im Geschäftsjahr 2020 weiterhin hoch und brachte einen Auftragseingang von 1.726,4 Mio. Euro (2019: 1.774,1 Mio. Euro). Im Krisenjahr stieg die weltweite Beschäftigtenzahl um 2,2 % auf 10.433 Mitarbeitende.
Der Verlauf des Geschäftsjahres 2020 war stark geprägt durch die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globale Konjunkturentwicklung. Nachdem im Frühjahr der Absatz durch Lockdowns in vielen Ländern und davon betroffenen Branchen erheblich zurückgegangen war, erholte sich der Umsatz in der zweiten Jahreshälfte 2020. Die Umsatzentwicklung übertraf die Prognosen zu Pandemiebeginn und sorgte zusammen mit Kostendisziplin für ein zufriedenstellendes Betriebsergebnis. Das vorausschauende Kostenmanagement hat zu einer Erhöhung des EBIT um 5,8 % auf 140,6 Mio. Euro beigetragen, das mit einem Anteil von 8,3 % des Umsatzes einen geringfügigen Anstieg verzeichnete (EBIT-Marge 2019: 7,6 %). Mit Ausnahme der Konzernumsatzerlöse hat der Sick-Konzern seine prognostizierten Ziele im Geschäftsjahr 2020 erreicht. Das Unternehmen investierte mit 11,8 % (2019: 11,5 % ) einen nochmals höheren Anteil des Umsatzes in Forschung und Entwicklung und setze seine Innovationsstrategie unbeirrt fort.
„Den Auswirkungen der Pandemie zum Trotz haben wir ein stabiles Ergebnis erreicht, das wir vor allem dem besonderen Einsatz unserer Beschäftigten verdanken. Dem Auftragsrückgang in der ersten Jahreshälfte 2020 sind wir mit schnellen Anpassungen unserer Kosten und Investitionen begegnet“, kommentierte Dr. Robert Bauer, Sick-Vorstandsvorsitzender, die Bilanzzahlen 2020 anlässlich der Veröffentlichung.
Sensorlösungen für Logistikautomation
Die Nachfrage nach Sensorikprodukten und -anwendungen entwickelte sich im Jahresverlauf in den Geschäftsfeldern mit unterschiedlicher Intensität und insbesondere im Bereich der Logistikautomation sehr positiv. Die breite Branchenaufstellung des Konzerns hat konjunkturelle Schwächen einzelner Zielbranchen ausgeglichen. Zudem ermöglichte die internationale Ausrichtung des Unternehmens, Lockdowns in einzelnen Regionen zu überbrücken und den Umsatz durch Vertriebsaktivitäten in Wachstumsregionen annähernd auf Vorjahresniveau zu halten.
Im Heimatmarkt Deutschland beeinflusste insbesondere die Investitionszurückhaltung der Unternehmen im Bereich der Fabrikautomation die Umsatzentwicklung, wodurch der Umsatz mit 283,9 Mio. Euro 10,1 % unter dem Vorjahr blieb. Die Vertriebsregion Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) war ebenfalls stark von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen und erreichte mit einem Umsatz von 601,4 Mio. Euro nicht die Prognose. Der Umsatzrückgang von 6,7 % ergab sich insbesondere in den Ländern Italien, Frankreich und Tschechien. Deutlich stabiler verlief das Geschäftsjahr in Nord-, Mittel- und Südamerika (Americas). Mit 387,3 Mio. Euro betrug das Umsatzwachstum 1,9 % und war insbesondere durch eine hohe Nachfrage im Bereich der Logistikautomation in Nordamerika geprägt. Ebenfalls positiv verlief das Wachstum in der Region Asien-Pazifik, wo mit 427,6 Mio. Euro ein Umsatzplus von 4,3 % erreicht wurde. Insbesondere in China hat die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr deutlich an Dynamik gewonnen. Die Währungseffekte hatten im Geschäftsjahr 2020 einen negativen Einfluss auf die Entwicklung des Konzernumsatzes. Bei Annahme unveränderter Durchschnittskurse zum Vorjahr hätte sich ein Rückgang der Umsatzerlöse von nur rund 0,9 % ergeben.
Die weitere Prognose für das Geschäftsjahr 2021 wird erheblich durch die noch anhaltende Corona-Pandemie und Störfaktoren in der Weltwirtschaft erschwert. Es sei jedoch in den kommenden Jahren mit Nachholeffekten zu rechnen, die sich bereits in erfreulichen Auftragseingängen im ersten Quartal 2021 bemerkbar machen.














