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Artikel und Hintergründe zum Thema

Berghof, KEB, Kuhnke, Jacoub

Günter Herkommer,

Vier Firmen - eine Safety-Lösung

Im Umfeld der Funktionalen Sicherheit gibt es seit kurzem einen neuen Mitspieler – BYKK-Safety. Wer steckt dahinter und was ist das Ziel des Unternehmens?

© Berghof

Safety bekommt einen immer höheren Stellenwert bei der Gestaltung von Maschinen und Anlagen. Insbesondere wenn eine flexible Verkettung von Sicherheitssystemen gefragt ist, geht an einer integrierten und programmierbaren Sicherheitslösung kein Weg vorbei. Die Lösungsanbieter kommen damit nicht umhin, die hierfür erforderlichen Technologien in ihr Portfolio mit einzubinden – ein Unterfangen, das in nicht unerheblichem Umfang den Einsatz von Zeit und Geld erfordert.
Um sowohl den zeitlichen als auch den finanziellen Aufwand in überschaubaren Grenzen zu halten, haben daher vier mittelständische Automatisierungstechnik-Anbieter beschlossen, in puncto Safety künftig gemeinsame Sache zu machen: die Firmen Berghof Automationstechnik (Halle 7, Stand 491), Yacoub Automation (Halle 9, Stand 569), Kendrion Kuhnke Automation (Halle 7, Stand 250) und KEB (Halle 4, Stand 360) Antriebstechnik. Ihr Ziel: Die Entwicklung neuer Sicherheitstechnologie in modularen Steuerungssystemen.

Franz Ott, Berghof: „Die Kooperation steigert das Entwicklungstempo und reduziert gleichzeitig die Kosten für die einzelnen Partner.“

© Berghof

Um dieses Vorhaben umzusetzen, haben die Kooperationspartner zunächst ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet – die BYKK-Safety GbR. Der Sitz der Firma ist Barntrup im Stammhaus von KEB. Die Geschäftsführung ist mit je einem Vertreter der beteiligten Unternehmen besetzt. Konkret werden im Rahmen dieses Verbundes parallel zunächst zwei Sicherheitskomponenten entwickelt: eine Safety-Steuerung auf Basis der zertifizierten SIL3-Sicherheitslösung von Codesys und dazu passend ein digitales SIL3-Safety-I/O-Modul mit vier sicheren Eingangskanälen und zwei sicheren Ausgangskanälen auf Basis der Safety-over-Ethercat-Technologie (FSoE).

Franz Ott, Prokurist von Berghof zur Rollenverteilung innerhalb des Gemeinschaftsprojektes: "Die Umsetzung erfolgt in kompletter Arbeitsteilung, wobei die Kernbereiche –  sprich Safety-Steuerung durch die Firma Yacoub und Safety-I/O durch Kendrion Kuhnke Automation – mit den Erfahrungen der Sicherheitsentwicklungen von KEB und den koordinierenden Funktionen von Berghof gekoppelt werden. Das gilt sowohl für die Hardware als auch für die Software." Norbert Schwabbauer, Prokurist bei KEB, fügt hinzu: "Der besondere Reiz unserer Zusammenarbeit liegt in der Einbindung spezieller Kenntnisse und Erfahrungen unterschiedlicher Firmen in einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt, wobei wir alle neben der Aufgabenteilung das Tempo der Realisierung als Motivation betrachten. Nicht zuletzt ist darüber hinaus der Aufwand geteilt, was besonders für die kleineren Partner wichtig ist."

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Norbert Schwabbauer, KEB: „Immer mehr Maschinenbauer erkennen in einem integrierten Konzept mit programmierbarer Sicherheitstechnik einen Wettbewerbsvorteil.“

© KEB

Im Anschluss an die erste öffentliche Vorstellung der neuen Safety-Lösung hier in Nürnberg gilt es Franz Ott zufolge, die erforderlichen Sicherheitsabnahmen durchzuführen bevor der letztendliche Produktionsstart erfolgen kann. Mit der kompletten Marktfähigkeit rechnen die Partner für Ende 2014. Die Vermarktung der Safety-Technologie wird schließlich jeder Entwicklungspartner in seinem Kundensegment selbst übernehmen. Auf die Frage, ob die Mittelstandskooperation künftig auch bei weiteren Themen an einem Strang zieht, entgegnet Schwabbauer: "Die BYKK-Safety GbR ist aktuell auf das beschriebene Projekt fokussiert. In welcher Form wir anschließend Themen zusammen bearbeiten, ist bisher völlig offen gelassen. Für alle beteiligten Partner ist jedoch bereits heute klar, dass die Zusammenarbeit praktische Vorteile generiert, die jeder einzeln für sich nur schwer oder überhaupt nicht hätte erzielen können."

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