Pilz / Thales Deutschland
Sichere SPS für die Schiene
Mit dem Ziel, gemeinsam Produkte, Funktionen und Applikationen für die Signaltechnik zu entwickeln, haben Thales Deutschland und das Automatisierungsunternehmen Pilz eine Kooperation geschlossen. Momentan arbeiten beide Partner bereits an der gemeinsamen Zulassung für eine Anwendung der höchsten Sicherheitsanforderung (CENELEC SIL4) durch das Eisenbahn-Bundesamt (EBA).
Bestehende Signaltechnik, insbesondere auf den Regionalstrecken, basiert größtenteils auf alter Stellwerkstechnik, die entweder mechanisch oder mit Relaistechnik arbeitet. Für die notwendige Modernisierung der Signaltechnik im deutschen Schienennetz kommen auch Steuerungslösungen aus der Industrie in Frage. Sie können dazu beitragen, die bislang vorherrschenden Kostenblöcke in der Beschaffung, im Engineering sowie in Betrieb und Service von Stellwerksapplikationen deutlich zu reduzieren. Voraussetzung für den Einsatz dieser Lösungen ist allerdings, dass sie mit den standardisierten Sprachen nach IEC 611331-3 programmiert werden können und zugleich den hohen Sicherheitsanforderungen nach den CENELEC-Normen EN 50155 und EN 5012x im Schienenverkehr genügen.
„Mit dem Einsatz industrieerprobter, sicherer Automatisierungstechnik in Steuerungssystemen für die Signaltechnik wollen wir gemeinsam mit Thales einen neuen Weg zur Modernisierung der Stellwerkstechnik aufzeigen“, erklärt Renate Pilz, geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz. Das Automatisierungssystem PSS 4000 von Pilz ist eine Steuerungslösung, die in Verbindung mit den E/A-Systemen modular aufgebaut, vielseitig einsetzbar und erweiterbar ist. Durch geeignete Maßnahmen kann die Lösung in Applikationen bis zum höchsten Safety Integrity Level SIL4 nach CENELEC eingesetzt werden.









