Schneider Electric
Prozesssteuerung M580 jetzt auch sicher
Schon das rote Gehäuse macht es deutlich - Schneider Electric hat seine Prozesssteuerung M580 mit Funktionaler Sicherheit ausgestattet und diese zudem gegen Cyber-Attacken gehärtet.
Um für Safety-Anwendungen gerüstet zu sein, wurde der bewährte Programmable Automation Controller – kurz PAC - mit einem sicherheitsgerichteten Co-Prozessor ausgestattet. Ein Fehler im Standardteil führt somit nicht zu einem Ausfall des Sicherheitssystems oder zu einer Beeinflussung der Anlagensicherheit und der angeschlossenen Schutzeinrichtungen. Die Steuerung erfüllt laut Pierre Bürckle, Marketing Manager Industry Business bei Schneider Electric, die Sicherheitsanforderungen gemäß IEC 61508/61511 und ist vom TÜV Rheinland bis SIL3 / PLe zertifiziert. Eine zusätzliche Achilles-Level-2- Zertifizierung gewährleiste darüber hinaus umfangreichen Schutz vor Cyber-Attacken. Sowohl Safety- als auch SPS-Anwendungen benötigen zudem nur eine einzige Programmiersoftware (Unity Pro XLS). Die Safety-Kommunikation erfolgt aktuell über ein proprietäres Protokoll (Black Channel); für Mitte kommenden Jahres sei CIP-Safety geplant. Bürckle hierzu: „Unsere strategische Ausrichtung ist die ODVA mit Ethernet IP.“
Auf die Frage, wie sich die neue Sicherheitssteuerung generell in das bestehende Produktportfolio von Schneider Electric einordnet – unter anderem auch was von Hima gebrandlabelte XPS-MF-Baureihe betrifft – entgegnet Bürckle: „Zukünftig werden wir uns auf die Modicon M580 Safety konzentrieren und für unsere Produktreihe Modicon XPS-MF eine Migrationsstrategie anbieten. Hinsichtlich der Quantum-Reihe ist es der Ersatz für die Modicon Quantum SIL3.“ Ende 2018 soll es die M580 Safety SIL3 auch noch in einer redundanten Ausführung geben, sprich mit zwei gedoppelten CPU-Racks.
Während Schneider Electric mit der Modicon-Baureihe primär die Bereiche Prozess- und Anlagensteuerung sowie die allgemeine Maschinensteuerung adressiert, existiert im Konzern mit ‚Pacdrive‘ eine weitere Controller-Plattform speziell für die High-End-Maschinenautomatisierung zum Beispiel im Verpackungsumfeld. Eine nahtlose Durchgängigkeit zwischen diesen beiden Welten ist bis dato jedoch nicht gegeben – sowohl was Standardautomatisierung als auch Safety betrifft. Allerdings, so Bürckle: „Unter der EcoStruxure Industry Architektur wird es in Zukunft zu einer Harmonisierung der Bereiche Plant und Machine kommen. Davon abgesehen sind differenzierte technische Lösungen und Angebote, die zwischen allgemeinen Maschinensteuerungen und Highend-Verpackungssteuerungen bestehen, mitunter durchaus sinnvoll.“










