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Artikel und Hintergründe zum Thema

Pilz

Andrea Gillhuber,

Höchster Umsatz in der Unternehmensgeschichte

Der Spezialist für sichere Automatisierung Pilz meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr Rekordumsätze und baut sein Dienstleistungsgeschäft weiter aus.

Susanne Kunschert und Thomas Pilz, geschäftsführende Gesellschafter von Pilz, anlässlich der Pressekonferenz in Ostfildern.

© Computer&Automation

Als »Herausfordernd« bezeichnete Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz, das Geschäftsjahr 2023. Es war geprägt durch Bauteilemangel im ersten Quartal, einer deutlichen Abschwächung im Auftragseingang aufgrund voller Lager im zweiten Quartal und einer deutlichen konjunkturellen Abkühlung ab Mitte 2023. Dennoch konnte das Familienunternehmen den höchsten Umsatz in der 75-jährigen Firmengeschichte erzielen. Um 7,3 Prozent auf 433 Millionen Euro legte der Umsatz zu. Wachstum verzeichnete der Spezialist für sichere Automatisierung in den Industrieländern Deutschland, Italien, Korea Schweiz, Österreich, Großbritannien und der Türkei. Den höchsten prozentualen Zuwachs wies Indien auf.

Der Exportanteil ging leicht um 1,1 Prozentpunkte auf 75,4 Prozent zurück. Zurückzuführen ist diese Entwicklung auf das überdurchschnittliche Wachstum in Deutschland; hier erreicht Pilz zum ersten Mal einen Umsatz von über 100 Millionen Euro. Deutschland gilt gemeinsam mit Italien als das größte Herstellerland für Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen; ein Markt, der aufgrund von Corona international zulegen konnte. Innerhalb des Pilz-Portfolios hob Kunschert insbesondere die sich stark entwickelnden Bereiche der sicheren Kleinsteuerungen PNOZmulti, der Sensorik sowie der Dienstleistungen hervor. So konnte Pilz in Brasilien den größten Einzelauftrag für Dienstleistungen in der Unternehmensgeschichte akquirieren. Dieser umfasst Beratung, Risikobewertung und Sicherheitskonzept für ein Industrieunternehmen an 32 Standorten mit mehr als 30.000 Maschinen.

Im April hatte Pilz sein Dienstleistungsgeschäft angepasst und startete die ‚Industrial Security Consulting Services‘, kurz ISCS. Neue Regularien wie die EU-Maschinenverordnung, NIS 2 und der Cyber Resilience Act verpflichten Unternehmen in Europa dazu, Security in ihren Produkten, Systemen und Infrastrukturen zu integrieren. Ziel des modular aufgebauten Dienstleistungsangebots ist es, Unternehmen auf Basis dieser Regularien einen Anhaltspunkt ihrer Gefährdung und Betroffenheit zu geben, sowie Gesetzesänderung zur Einhaltung der CE-Konformität umzusetzen. Die Bedeutung von Security hob Thomas Pilz noch einmal gesondert hervor: »Wenn ich nicht Herr über meine Daten bin, dann steht zudem die Sicherheit meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Spiel: Ohne Security keine Safety und ohne Safety kein Unfallschutz für den Menschen! Somit kann eine digitale Transformation des Produktionsprozesses ohne Security nicht gelingen.«

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