Kuka AG
Roboterhersteller legt durchweg zweistellig zu
Die Augsburger Kuka AG hat die Zahlen für 2014 vorgelegt. Demnach konnte der Augsburger Robotik-Spezialist sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang und nicht zuletzt beim Ergebnis jeweils zweistellig wachsen.
Konkret lag der Konzernumsatz von Kuka im vergangenen Jahr bei knapp 2,1 Mrd. Euro und damit um rund 18 % über dem 2013er-Wert (1,77 Mrd. Euro). Die akquirierten Unternehmen Reis Gruppe und Alema trugen rund 136 Mio. Euro zum Umsatz bei, so dass auch organisch mit 1.96 Mio. Euro ein neues Allzeithoch erreicht wurde. Dies entspricht einem organischen Plus von 10,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Geschäftsbereich Robotics steigerte seine Umsatzerlöse um 10,7 % auf 834,6 Mio. € (2013: 754,1 Mio. Euro). Der Geschäftsbereich Systems erhöhte seine Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014 von 1.045,9 in 2013 auf 1.285,6 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 22,9 %. Systems erzielte damit zum dritten Mal in Folge mehr als eine Milliarde Euro Umsatz. Hierin ist der Umsatzanteil der akquirierten Unternehmen Reis Gruppe und Alema enthalten.
Die Auftragseingänge erreichten knapp 2.23 Mrd. Euro und übertrafen damit den Vorjahreswert (1,88 Mrd. Euro) deutlich. Zum organischen Wachstum trugen beide Geschäftsbereiche bei. Robotics verbuchte Auftragseingänge von 805 Mio. Euro. Das entspricht einem Plus von 1,5 % gegenüber dem Vorjahreswert von 793 Mio. Euro. Systems steigerte die Auftragseingänge auf knapp 1.46 Mrd. Euro (2013: 1.11 Mrd. Euro). Der Auftragsbestand des Konzerns erreichte zum Jahresende 2014 einen Wert von 1.7 Mrd. Euro. Gegenüber dem Stichtagswert des Vorjahres entspricht dies einer Steigerung um 71,7 % (31. Dezember 2013: 992 Mio. Euro). Die Unternehmenserwerbe steuerten insgesamt rund 643 Mio. Euro bei. Darin enthalten ist auch Swisslog aufgrund der Erstkonsolidierung zum 31.12.2014.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schließlich überstieg zum dritten Mal in Folge die 100-Millionen-Euro-Schwelle. Es erhöhte sich im Berichtsjahr um 17,9 % auf 142 Mio. Euro (2013: 120 Mio. Euro). Die EBIT-Marge im Konzern lag trotz der Akquisitionen und damit verbundenen Restrukturierungsaufwendungen bei Reis mit 6,8 % auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf Konzernebene auf 68 Mio. Euro (2013: 58,3 Mio. Euro), was einer Steigerung von 16,8 % entspricht.
Das Ziel in fünf Jahren
Erstmals hat der Kuka-Vorstand im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz einen Ausblick über einen 5-Jahreszeitraum gegeben, wonach er für das Geschäftsjahr 2020 einen konzernweiten Umsatz in der Größenordnung von 4 bis 4,5 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von über 7,5% erwartet.
Für 2015 erhofft sich Kuka-Chef Dr. Till Reuter unter den gegenwärtigen Konjunkturprognosen und Rahmenbedingungen eine gute Nachfrage vor allem aus den Regionen Nordamerika und Asien, dabei insbesondere aus China. Die Nachfrage in Europa sollte sich insgesamt relativ stabil bis leicht steigend entwickeln. Konkret geht Reuter von einem Umsatz von rund 2,8 Mrd. Euro aus.













