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Vorausmeldung Siemens

dpa-AFX | Andrea Gillhuber,

Weiter schwaches Automatisierungsgeschäft erwartet

Der Technologiekonzern Siemens legt an diesem Donnerstag (13.2.) die Zahlen für das erste Geschäftsquartal (Ende Dezember) vor. Zudem findet die jährliche Hauptversammlung statt.

© Siemens

Das erwartet Siemens:

Das Dax-Unternehmen hat sich trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes für das neue Geschäftsjahr weiteres Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Beitragen soll dazu insbesondere das Geschäft mit intelligenter Infrastruktur sowie die Zugsparte Mobility. Bauen kann Siemens auf ein robustes Auftragsbuch. Viel hängt aber auch davon ab, wann sich das zur Sparte Digital Industries gehörende Automatisierungsgeschäft erholt.

Im Geschäftsjahr 2024/25 (per Ende September) soll der Umsatz auf vergleichbarer Basis - herausgerechnet sind Währungs- und Portfolioeffekte - um drei bis sieben Prozent steigen - nach Erlösen von 75,9 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Dabei saß Siemens zuletzt auf einem Auftragsbestand von 113 Milliarden Euro. Für das Geschäft mit der digitalen Industrie (DI) zeigt sich das Management um Konzernchef Roland Busch vorsichtig und hält einen erneuten Umsatzrückgang für möglich. Im besten Fall dürfte lediglich ein leichtes Wachstum erreicht werden.

Zuletzt kämpfte Siemens im Automatisierungsgeschäft mit einer mauen Nachfrage sowie hohen Lagerbeständen in Europa und China. Dabei erwartet das Unternehmen einen schwachen Jahresauftakt der Sparte und einen deutlichen Umsatzrückgang im ersten Geschäftsquartal. So wird der Abbau der Lagerbestände in China noch eine Weile dauern. Zu einer breiteren Erholung des Automatisierungsgeschäfts soll es erst später im Jahr kommen.

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Einen Wachstumsschub im industriellen Softwaregeschäft erhofft sich Busch künftig von der jüngst angekündigten milliardenschweren Übernahme des US-Unternehmens Altair. Der Zukauf, dessen Abschluss für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2025 erwartet wird, soll sich zudem ab dem zweiten Jahr positiv auf das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten (PPA) auswirken.

Für 2024/25 erwartet Siemens das entsprechende Ergebnis je Aktie bei 10,40 bis 11,00 Euro. Nicht enthalten ist darin der Ertrag aus dem Verkauf der Tochter Innomotics, der Siemens einen Gewinn von voraussichtlich zwei Milliarden Euro nach Steuern in die Kassen spült und im ersten Quartal verbucht wird.

Das erwarten Analysten:

Marktbeobachter gehen von einem durchwachsenen Jahresstart aus: Ursächlich ist die anhaltende Schwäche der Sparte DI, die einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang verzeichnen dürfte. Zuwächse in den anderen Bereichen können dies nur teilweise ausgleichen, schätzen Analysten. So prognostizieren sie in einem von Siemens veröffentlichten Konsens ein vergleichbares Umsatzwachstum von im Schnitt 1,7 Prozent auf rund 18 Milliarden Euro. Das Ergebnis der industriellen Geschäfte wird demzufolge von 2,7 auf 2,4 Milliarden Euro zurückgehen. Unter dem Strich dürfte Siemens wegen des Innomotic-Verkaufs hingegen deutlich mehr verdienen.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten Analysten im Schnitt einen vergleichbaren Umsatzanstieg von 4,5 Prozent. Dabei gehen sie sinkenden Erlösen bei DI aus. Das bereinigte Ergebnis je Aktie vor PPA sehen sie bei 10,58 Euro.

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