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Artikel und Hintergründe zum Thema

MES/KPI-Kennzahlen / Fertigungsoptimierung

Stefan Kuppinger,

ISO-Standard auf der Zielgeraden

Die Standardisierung der MES-Kennzahlen (Manufacturing Execution Sys-tems) und KPIs (Key Performance Indicators) im Rahmen der ISO 22400-2 steht jetzt als Draft International Standard zur Verfügung.

Andreas Kirsch, Co-Convenor des ISO TC 184/SC5/WG9: „Die einheitlichen Kennzahlen führen für Software-Anbieter und Anwender zu einer hohen Transparenz, was deren Einsatz und Wirkungsweise betrifft und welche Daten ein MES dafür bereitzustellen hat.“

© Guardus

Mit der ISO/DIS 22400-2 steht ab sofort eine internationale, gültige Leitlinie für die Definition, Beschreibung und Interpretation von MES-Kennzahlen zur Verfügung. Der Norm-Entwurf beinhaltet insgesamt 34 Key Performance Indicators (KPI) aus den Bereichen Produktion, Qualität, Instandhaltung und Lager/Logistik. Ergänzend dazu gibt es ein relationales Wirkmodell, das über eine Kennzahlenmatrix und Beziehungsdiagramme die Abhängigkeiten zwischen den einzelnen KPI und ihren Faktoren untereinander beschreibt. „Die internationale Standardisierung stellt sicher, dass MES-Kennzahlen eindeutig definiert sind und der Markt von einer einheitlichen Grundlage bei übergreifenden Leistungs- und Qualitätsvergleichen ausgehen kann“, so Andreas Kirsch, Co-Convenor des ISO TC 184/SC5/WG9 und Vorstand der Guardus Solutions AG.
Bestandteil des ISO-Entwurfs sind die 22 MES-Kennzahlen, die in den VDMA-Einheitsblättern 66412 Teil 1 und 2 exakt definiert sind. Der erste Teil beschreibt jene Kennzahlen, die eine MES-Anwendung auf einheitlicher Datenbasis per Definition zu liefern hat. Die Wirkmodelle des zweiten Teils geben Auskunft darüber, wie die verschiedenen Kennzahlen über ihre Einflussgrößen zueinander in Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Diese Kennzahlen wurden in der ISO-Arbeitsgruppe diskutiert und um zwölf weitere Indikatoren ergänzt. Die Ergebnisse der internationalen Zusammenarbeit stehen in der ISO/DIS 22400-2 zum Abruf bereit. „International agierende Unternehmen müssen nicht länger die Definition einzelner Kennzahlen selbst herleiten und eventuell transformieren, um ihre global verteilten Produktionswerke vergleichen zu können“, so Andreas Kirsch.


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