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Artikel und Hintergründe zum Thema

Industrial Data Space

Lukas Dehling,

Erste Anwendung umgesetzt

Genau ein Jahr nach der Gründung des Industrial Data Space hat Thyssenkrupp den ersten Anwendungsfall vorgestellt – ein Informationssystem für die Lkw-Logistik.

Über eine App haben Mitarbeiter mögliche Verspätungen der Laster stets im Blick.

© Thyssenkrupp

Im Januar vergangenen Jahres hat die Fraunhofer Gesellschaft gemeinsam mit Partnern die  Industrial Data Space Association gegründet. Das Ziel: Mit dem Technologiekonzept Industrial Data Space einen Datenraum schaffen, in dem Unternehmen sicher Informationen austauschen können. Wer sich in diesem Datenraum austauscht, kann demnach genau definieren, welcher Partner welche seiner Daten benutzen darf und wie lange die Nutzung dauert. Er soll also jederzeit genau Bescheid wissen, was mit seinen Daten passiert und legt die Grenzen für den Umgang mit den Informationen selber fest.

Mehr Flexibilität in der Logistik

Thyssenkrupp Steel Europe hat jetzt die erste Anwendung innerhalb des Projektes umgesetzt. Das Unternehmen fertigt jeden Monat rund 20.000 Lkw ab. Etwa 30 Minuten stehen für das Be- und Entladen pro LKW zur Verfügung. Verzögert sich die Ankunft eines Lastwagens, kommt schnell die gesamte Planung durcheinander.

Hier will das Unternehmen flexibler werden. Die Lösung: Eintreffende LKW melden nach definierten Regeln kontinuierlich ihren Standort, zum Beispiel über eine App, die sich der Fahrer auf sein Smartphone lädt. Anhand der Positions- und Verkehrsdaten sowie der Routen, die der Fahrer wahrscheinlich wählt, erkennt ein Algorithmus sofort, wann sich ein Transport verzögert. Verspätete Laster bekommen dann automatisch vom Computersystem ein neues Beladefenster vorgeschlagen, ohne menschliches Zutun.

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Erst der Anfang

Dr. Reinhold Achatz, Technologiechef von Thyssenkrupp und Vorsitzender der Industrial Data Space Association: „Unsere Anwendung ist nur ein erstes Beispiel für die Möglichkeiten des Industrial Data Space. Viele Anwendungen von weiteren Unternehmen werden folgen, und zwar sehr schnell.“

Inzwischen sind in dem Zusammenschluss inzwischen mehr als 50 industrielle Partner organisiert. Sie formulieren Anforderungen an den Datenraum und setzen Anwendungsfälle um. Achatz: „Der Industrial Data Space setzt einen internationalen Standard für den Datenaustausch zwischen Unternehmen. Diesen Standard wollen wir weltweit etablieren.“

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