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Artikel und Hintergründe zum Thema

Open Industrie 4.0 Alliance zu App Store

Meinrad Happacher,

Die OI4.0 Alliance und die App-Stores

Gemeinsam die Zukunft der Industrie 4.0 gestalten, ist das Ziel der Open Industry 4.0 Alliance. Flecs sitzt seit einem Jahr der Arbeitsgruppe ‚Application Management‘ vor. Samuel Greising, Geschäftsführer bei Flecs und Leiter der Arbeitsgruppe, zieht ein erstes Resümee.

© Uwe Niklas/WFM

Herr Greising, die OI4 Alliance wollte ja ursprünglich mal einen App-Store der Automation ins Leben rufen. Sie leiten seit einem Jahr die für diese Aktivitäten zuständige Arbeitsgruppe Application Management. Was ist aus den hehren Zielen geworden? 

Greising: Das Ziel, einen einzig wahren und umfassenden App-Store der Automation zu generieren ist wahrlich etwas hoch gegriffen. Das Hauptziel unserer Arbeitsgruppe ist es deshalb vielmehr, einen einheitlichen Rahmen für die Veröffentlichung von Apps zu schaffen, der auf bestehenden Standards basiert, um eine nahtlose und einheitliche Bereitstellung zu ermöglichen. Wir sind also dabei, klare Leitlinien für App-Anbieter festzulegen und gleichzeitig ein reibungsloses Erlebnis für Endnutzer sicherzustellen. 

Und was geschieht konkret?

Ein aktuelles Projekt ist die Definition eines Workflows für App-Anbieter. Diesen Workflow stellen wir auf der Messe vor und belegen damit die enge Zusammenarbeit und den Innovationsgeist der OI4 Alliance. Der Workflow bietet klare Schritte und Richtlinien für App-Anbieter, um ihre Anwendungen auf den verschiedenen App Stores innerhalb der Allianz zu veröffentlichen und so eine einheitliche und effiziente Bereitstellung von Apps sicherzustellen.

Wie weit ist denn die einheitliche und effiziente Bereitstellung der Apps innerhalb der OI4 Alliance gediehen?

Wir verfolgen eine klare Vision für die Zukunft der App Stores sowohl innerhalb als auch außerhalb der OI4 Alliance. Ihr Ansatz konzentriert sich darauf, bestehende Standards wirtschaftlich zu nutzen, anstatt neue Standards zu schaffen. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung von sogenannten Sandbox Stores. Die Firma Hilscher stellt ja bereits den OI4 Community Store bereit, aber mit dem Beitritt weiterer Mitglieder werden zusätzliche Sandbox Stores eingerichtet. Die Idee dahinter ist, App-Anbietern, die Mitglieder der OI4 Alliance sind, einen klaren Vorteil zu bieten. Durch die Nutzung dieser Sandbox Stores können sie ihre Apps frühzeitig auf verschiedenen App-Marktplätzen testen und validieren, was die Time-To-Market verkürzt und die Reichweite ihrer Anwendungen erhöht. Die Einführung dieser Sandbox Stores im Jahr 2023 stellt einen bedeutenden Meilenstein dar.

Was folgt noch?

Wir wollen dieses Jahr noch ein Whitepaper veröffentlichen, das den Workflow für App-Anbieter weiter verbessert und effizienter gestaltet. Dieses Whitepaper wird die Prozesse für App-Entwicklung und -Bereitstellung noch benutzerfreundlicher gestalten.

Warum ist es so ruhig um die OI4 und ihre Aktivitäten?

Das ist eine Kritik, die wir des Öfteren vernehmen: Die Bemühungen und Erfolge der OI4 Alliance und ihrer Mitglieder sei nicht ausreichend transparent; eine erfolgreiche Allianz sollte ihre Fortschritte und Meilensteine klar kommunizieren, um Interesse und Vertrauen bei potenziellen Partnern und der Öffentlichkeit zu wecken! – Ich denke, dieser Appell ist in der Alliance angekommen und ich hoffe auch, dass wir zukünftig eine offensivere Kommunikationsstrategie verfolgen. 

Open Industry 4.0 Alliance auf der SPS 2023: Halle 5, Stand 160

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