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Conrad Electronic | Service,

Schnell handeln, wenn die Maschine stoppt

Das Material versagt und plötzlich steht die Maschine still? Dann heißt es, die richtigen Maßnahmen ergreifen, um schnell wieder produzieren zu können. Unter anderem kann industrieller 3D-Druck dabei helfen, die Produktion schnell wieder anlaufen zu lassen.

Materialversagen führt in der Produktion regelmäßig zu ungeplanten Bedarfen. Was tun, wenn der Ersatz fehlt und die Zeit läuft? © Illustration generated by ChatGPT-4o

Fehlerhafte Bauteile oder Teileverschleiß und damit einhergehende ungeplante Bedarfe sind für jede Produktion ein Risiko. Ein Risiko, das sich mit der richtigen Kombination aus Qualitätsprüfung und frühzeitiger Fehlererkennung zwar minimieren, jedoch nicht vollständig vermeiden lässt.

Wenn die Technik nicht mitmacht

Ein Defekt am Lager oder eine gerissene Dichtung ist selten nur ein Einzelfehler. Oft steckt Materialversagen als Ursache dahinter. Besonders bei rotierenden Bauteilen oder Dichtungssystemen ist die Zeit zwischen beginnendem Verschleiß und Komplettausfall kurz. Deshalb ist es wichtig, sowohl beim Wareneingang genau hinzusehen als auch die Rückmeldungen aus der Fertigung ernst zu nehmen. So lassen sich Schwachstellen oft schon erkennen, bevor sie zum Ausfall führen.

Struktur statt Stillstand

Der professionelle Umgang mit ungeplanten Bedarfen infolge von Maschinenausfällen ist aktuelles Titelthema der Conrad Sourcing Platform © Illustration generated by ChatGPT-4o

Doch nicht immer lassen sich ungeplante Bedarfe verhindern. Übermäßige Reibung, falsche Schmierstoffe, Risse in belasteten Komponenten durch thermische oder mechanische Überbeanspruchung, Materialfehler wie Einschlüsse oder unerkannte Mikrorisse können fatale Folgen haben und Materialversagen verursachen. Im Fall der Fälle hilft systematisches Vorgehen, um die Dauer des Produktionsausfalls in Grenzen zu halten:

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  • Defekt identifizieren & Maschine sichern: Bei sichtbarem Riss, Bruch oder Funktionsstörung die Anlage stoppen
  • Schadensursache analysieren: Diagnose mit mobilen Prüfgeräten, über Materialprüfung oder per Ausschlussanalyse
  • Ersatzteile beschaffen: Lagerbestand prüfen, Expressbestellung auslösen oder Bauteil im 3D-Druck reproduzieren
  • Reparatur & Freigabeprozess: Neues Teil einbauen, Abnahme durchführen und Einsatzbereich prüfen
  • Prävention & Dokumentation: Fehlersuche erfassen, Lieferantenkommunikation starten und Prüfprozesse anpassen

Natürlich sind Materialprobleme nicht der einzige Grund für einen Maschinenstillstand. Weitere externe Faktoren wie elektrische Störungen, umweltbedingte Einflüsse wie Hitze oder Kälte sowie Konstruktionsänderungen können Produktionsprozesse zusätzlich beeinträchtigen. Gerade wenn es um die schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen aufgrund von Materialversagen oder Lieferschwierigkeiten geht, kann Additive Fertigung (vgl. Punkt 3) jedoch ein entscheidender Hebel im Ersatzteilmanagement sein.

Potenzial noch nicht erkannt

„3D-Druck ist kein Hype mehr, sondern wird im industriellen Kontext vielerorts bereits als praktisches Tool genutzt, um die Fertigung flexibler und somit produktiver zu machen“, berichtet Florian Ebner, seit vielen Jahren Experte für 3D-Druck bei Conrad Electronic. Dennoch haben in seinen Augen längst nicht alle Betriebe das Potenzial der Technologie erkannt: „Wenn es richtig schnell gehen muss, weil eine Maschine aufgrund von Materialversagen stillsteht, kann es ein enormer Vorteil sein, wenn ich Ersatzteile wie etwa Halterungen, Ritzel oder Scharniere vor Ort additiv fertigen kann“, erklärt Florian Ebner. Natürlich sind bei der Verwendung selbst hergestellter Ersatzteile die Themen Gewährleistung und die Verwendung geistigen Eigentums anderer zu berücksichtigen.

Die Vorteile additiver Fertigung

Extrem flexibel bei der Teileherstellung: Auf 3D-Drucker warten in Industrieumgebungen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten. © Illustration generated by Midjourney v6.1

Speziell für den Industrieeinsatz konzipierte 3D-Drucker sind bei der Herstellung komplexer Teile enorm flexibel, sowohl was Material als auch Formenvielfalt angeht. „Vor allem in den Maschinenparks von KMUs sind häufig ältere Modelle zu finden, für die es keine Ersatzteile mehr gibt. Fällt hier eine Komponente aus, ist 3D-Druck das ideale Instrument, um schnell und unkompliziert für Ersatz zu sorgen”, so der Conrad Experte weiter. Passgenauigkeit, geringe Wartezeit und die Möglichkeit, in geringen Stückzahlen zu fertigen, sind weitere gute Argumente - insbesondere auch in Zeiten von Lieferengpässen. Generell kann ein optimiertes Ersatzteilmanagement mithilfe von 3D-Druck sinnvoll sein: Bestimmte Ersatzteile müssen dann nicht mehr in großen Mengen vorrätig gehalten werden, sondern können On-Demand produziert werden, was Lagerkosten senkt und Kapital freisetzt.

Weitere Einsatzgebiete von 3D-Druck

Die Optimierung des Ersatzteilmanagements ist jedoch längst nicht das einzig sinnvolle Einsatzgebiet eines 3D-Druckers im Industriebetrieb. Werkzeuge können mithilfe von selbstgedruckten Spezialbauteilen derart modifiziert und individualisiert werden, dass eine beschädigungsfreie Montage ermöglicht wird. Auch um Umrüstzeiten möglichst kurz zu halten, können mit einem 3D-Drucker spezielle Halterungen und maßgeschneiderte Montagehilfen gefertigt werden. Die Modernisierung bestehender Maschinen und Anlagen (Retrofit) ist dank additiver Fertigung ebenfalls zu bewerkstelligen: Die Umstellung von Gleit- auf Kugellager zum Beispiel ist ebenso einfach durchzuführen wie die Ausstattung alter Maschinen mit moderner Sensorik, wobei der 3D-Drucker die Aufnahme für diese Sensorik adaptiert.

Von der Bestellung bis zur Beratung

Kommt es zu Materialversagen und die Maschine steht infolgedessen still, ist die Conrad Sourcing Platform mit ihrem umfangreichen Sortiment für die Deckung des technischen Bedarfs die ideale Anlaufstelle: Die große Auswahl an Ersatzteilen und Messtechnik für Produktion und Instandhaltung wird ergänzt von einer großen Bandbreite an 3D-Druckern für jedes Einsatzgebiet. Und natürlich dürfen auch passende Filamente und Zubehör nicht fehlen: conrad.de/materialversagen

Den Schritt in die Zukunft wagen und künftig vermehrt Bau- und Ersatzteile im eigenen Haus mithilfe eines 3D-Druckers fertigen? Florian Ebner ist bei Conrad Electronic 3D-Druck-Profi der ersten Stunde und steht bei allen Fragen rund um Auswahl und Integration additiver Verfahren Rede und Antwort. Mehr zum Angebot des Project Business Teams von Conrad gibt es hier: conrad.de/projectbusiness

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