Ultraschallmesstechnik
Prüfverfahren für Schiffspropeller mit Bertholdpreis ausgezeichnet
Hans Rieder und Dr. Martin Spies erhielten bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP) in Münster den Bertholdpreis für ihr zerstörungsfreies Prüfverfahren von Schiffspropellern.
Hans Rieder (links) und Dr. Martin Spies mit dem Berthold-Preis der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP).
Das auf Ultraschall basierende Verfahren prüft die innere Materialbeschaffenheit der Propeller und kommt bei der Herstellung in Gießereien wie auch bei der Reparatur in Trockendocks zum Einsatz. Propeller großer Schiffe haben einen Durchmesser von bis zu acht Metern und wiegen rund einhundert Tonnen. Mit dem von den Wissenschaftlern entwickelten Ultraschallverfahren ist es erstmals möglich, die bislang aufwendige und komplexe Prüfung solch großer Propeller auf Fehlstellen, wie Einschlüsse, Poren und Risse, wirtschaftlich zu realisieren.
Ähnlich wie bei der Computertomographie in der Medizintechnik werden die Rohdaten in Form von zwei- und dreidimensionalen Bildern dargestellt. Fehler im Grundmaterial und in Reparaturschweißnähten lassen sich damit frühzeitig erkennen, bevor es zu Ausfällen oder Havarien kommt.
Rieder und Spies entwickelten das Verfahren zunächst am Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZFP) in Saarbrücken und dann weiter am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik (ITWM) in Kaiserslautern.











