ZVEI
Prozessautomation wächst weiter
Der ZVEI rechnet für dieses Jahr mit einem Wachstum von sechs bis sieben Prozent bei den weltweiten Auftragseingängen. Auch für 2015 gibt Hans-Georg Kumpfmüller, ZVEI-Fachbereichsvorsitzender Messtechnik & Prozessautomatisierung, eine Prognose ab.
Das weltweite Wachstum in der Prozessautomation kommt vor allem von den Branchen Öl und Gas, Nahrungs- und Genussmittel sowie aus dem Pharmasektor. „Zurzeit schlagen sich Instrumentierung und Analytik besser als das Systemgeschäft“, erklärt Kumpfmüller, CEO der Business Unit Sensors und Communication bei Siemens. Chemieindustrie, Wasser/Abwasser und der Anlagenbau liegen im mittleren Wachstumsbereich.
"Für 2015 erwarten wir das sechste Wachstumsjahr in Folge mit einem Plus der globalen Auftragseingänge von zirka fünf Prozent", prognostiziert Hans-Georg Kumpfmüller.
© ZVEIWeniger gut liefen die Geschäfte mit der Papier- und Zellstoffindustrie, der Zementindustrie sowie der Hüttenindustrie. Im Jahr 2013 hat die Branche in Deutschland einen Umsatz von 19 Mrd. Euro erwirtschaftet.
Insbesondere die zweistellig gewachsenen Umsätze in Nordamerika treiben die Entwicklung, unterstützt durch den dortigen Schiefergasboom. Weitere Regionen mit Wachstum im hohen einstelligen Bereich sind China und Indien. Deutschland kann ein Wachstum im mittleren, Gesamteuropa im geringen einstelligen Bereich aufweisen. Afrika wird zu einer wichtigen Region für die Prozessautomation, insbesondere die öl- und rohstoffreichen Länder in West- und Zentralafrika sowie dem südlichen Afrika. Eine problembehaftete Region ist Südamerika mit unsicheren Zahlungsströmen in einigen Ländern und besonders starken Auftragseingangs-Rückgängen in Brasilien. Das Russlandgeschäft läuft trotz der Krise zurzeit noch recht gut mit Wachstumsraten im hohen einstelligen Bereich. Allerdings bereitet hier der Ausblick vielen Unternehmern Sorgen.











