National Instruments
Die Highlights der NI Week
Gestern (03.08.2010) begann die 16. NI Week. Rund 3000 Messtechnik-Experten erwartet National Instruments zu der dreitägigen Kongressmesse der Mess- und Prüftechnik in Austin/Texas.
2010 erwartet National Instruments wieder einige Tausend Fachleute auf ihrem Technologie- und Kundenkonferenz im texanischen Austin. Selbst im Krisenjahr 2009 konnte die Mischung aus Konferenz, Workshops und Fachausstellung über 2500 Teilnehmer anlocken. Heuer rechnet NI mit mehr als 3000 Teilnehmern. Wichtiger Bestandteil der Veranstaltung sind Keynotes über NIs Entwicklungen und Kernkomponenten wie die grafische Programmierumgebung Labview, die es seit 2009 als jährliches Software-Update gibt. Das verpflichtet zur Innovation: Standen letztes Jahr die Themen „Paralleles Programmieren" und "Echtzeit-Mathematik" im Vordergrund, rückt NI dieses Jahr das Rationalisierungspotenzential von Labview 2010 in Bezug auf Entwicklung, Programmierung und Programmbearbeitung in den Mittelpunkt.
Die hinsichtlich Technologie markanteste Neuerung ist die Verringerung der Programmausführungszeit von Labview 2010: Verschiedene Benchmarks, die von praxisbezogenen Anwendungen bis zu Low-Level-Funktionen reichen, belegen eine durchschnittliche Leistungssteigerung von 20 Prozent.
Der Schlüssel zu dieser Verbesserung liegt im neuen Compiler der grafischen Programmier-Plattform, der Aufgaben wie die Speicherzuweisung und die Verwaltung von Threads abstrahiert. Um die Codeausführung zu beschleunigen, wurden eine „Low-Level Virtual Machine" (LLVM) sowie eine Open-Source-Compiler-Infrastruktur in den Compiler aufgenommen.
In puncto Entwicklungszeit-Ersparnis sorgt ein neuer IP-Integrationsknoten für Verbesserungen. Die Schnittstelle ist mit dem Core-Generator der Firma Xilinx kompatibel und ermöglicht die Einbindung von FPGA-IPs von Drittanbietern in Labview-Anwendungen. Außerdem wurden mehr als ein Dutzend spezielle Funktionen implementiert, die von erfahrenen Anwendern über das Forum „Idea Exchange" vorgeschlagen wurden. Dieses Forum, in dem Anwender online Feedback geben können, stellt für National Instruments eine bedeutende Stufe in der Zusammenarbeit zwischen der Entwicklungsabteilung und Labview-Anwendern dar.
App-Store inklusive
Darüber hinaus stellt NI eine offene eCommerce-Plattform für die Evaluierung und den Kauf von Add-on-Toolkits vor. Darüber lassen sich künftig benutzerspezifische Funktionen integrieren. Über 50 Add-ons von Drittanbietern und NI sind zum Start des „App-Stores" bereits verfügbar, darunter Bibliotheken für die Code-Wiederverwendung, verschiedene Vorlagen, Bedienelemente für Benutzeroberflächen und Schnittstellen zu anderen Softwarepaketen.
Datenerfassung trifft Gigabit-Ethernet
Gründer und Chef von National Instruments, Dr. James Truchard, auf der NI Week mit dem neuen Ethernet-Datenerfassungs- und I/O-System CompactDAQ.
Firmengründer Dr. James Truchard ließ es sich nicht nehmen, eine Neuheit bei der Hardware selbst zu präsentieren - das I/O-Chassis cDAQ-9188 aus der CompactDAQ-Baureihe. Das Trägermodul erweitert die Datenerfassungs-Plattform um eine Gigabit-Ethernet-Variante. Im Vergleich zur älteren USB-Variante gibt es nur einen Unterschied: die Kabellänge. Während die Grenze für USB-Kabel bei fünf Meter liegt, sind per Ethernet-Kabel (CAT-5E) Entfernungen bis zu 100 Meter möglich, bevor ein Switch oder Router notwendig wird. Mit dem Ethernet-Chassis kann nun die bestehende Netzwerkinfrastruktur sowie die zusätzliche Bandbreite für dezentrale Messanwendungen genutzt werden. Um dessen Bandbreite zu nutzen, hat National Instruments ihre patentierte Signal-Streaming-Technologie in das TCP/IP-Protokoll implementiert. Damit verbunden ist auch eine spezielle Synchronisations-Struktur, sodass sich Mess- und Prüfaufgaben auch unter verschiedenen Chassis in einem Netz zeitlich synchron abarbeiten lassen.
Um die Konfiguration und Administration der Messtechnik-Netzwerke möglichst einfach zu gestalten, nutzen die Modulträger den Zeroconf-Standard (Zero Configuration Networking). Mit der Technologie wird das CompactDAQ-System nach dem Anschluss an den Computer oder das lokale Subnet automatisch vom Konfigurationsdienstprogramm NI Measurement & Automation Explorer (MAX) erkannt und angezeigt - ohne vorherige Konfiguration. Zeroconf kombiniert die drei Technologien automatische Zuweisung von IP-Adressen (Link-local Addressing), automatische Auflösung und Zuweisung von Hostnamen (Multicast DNS) und automatisches Finden von Diensten im lokalen Netzwerk (DNS Service Discovery).












