Embedded-Lösungen und -Boards
TQ-Group auf Wachstumskurs
Bislang im Markt überwiegend getrennt agierend, rücken die TQ-Bereiche "Systems" (EEMS - Electronic Engineering und Manufacturing Services) - und "Components" (Embedded-Module) enger zusammen: Künftig wird das Know-how im Design und Fertigen von Elektronik-Komponenten von einem gemeinsamen Vertrieb vermarktet.
Detlef Schneider, Geschäftsführer TQ-Group: Da wir für Kunden in verschiedenen Branchen Elektronik entwickeln und produzieren, mussten wir nur wenig unter der Krise leiden.“
1994 als TQ-Systems von den beiden Geschäftsführern Detlef Schneider und Rüdiger Stahl gegründet, ist das Unternehmen inzwischen auf rund 700 Mitarbeiter gewachsen, die im Geschäftsjahr 2008/2009 108 Millionen Euro Umsatz erzielten. Neben der Zentrale im bayerischen Seefeld verteilen sich die Mitarbeiter auf verschiedene Standorte. Entstanden sind diese durch Ausgliederungen der Elektronikabteilungen von Unternehmen wie dem Kranhersteller Demag (Wetter an der Ruhr) und Agfa-Health-Care in Peiting. Entsprechend viele Zielmärkte adressiert die TQ-Group. Firmengründer Detlef Schneider nennt hier Automation, Luft-und Raumfahrt sowie die Medizintechnik als wichtige Branchen: „Unsere Stärke liegt in der thematisch breit aufgestellten Mannschaft von über 80 Entwicklern."
Die Bandbreite reicht von der klassischen Auftragsfertigung bis zur Entwicklung von Elektronik-Komponenten und -Geräten inklusive Mechanik. Am Firmensitz in Seefeld werden vom klassischen Embedded-Modul über Industrie-PC auch „Spezialitäten" gefertigt und montiert, zum Beispiel Sensoren für die automatische Kontrolle von Banknoten oder die Elektronik für Operations-Roboter und 3D-Bildverarbeitunssysteme für die Medizintechnik. „Wir konfektionieren und verdrahten bei Bedarf aber auch komplette Steuerschränke," betont Rüdiger Stahl.
Offengelegte Formfaktoren bevorzugt
Rüdiger Stahl, Geschäftsführer TQ-Group: „Die Herausforderung bei Traceability ist, die Abläufe ebenso effizient wie zuverlässig zu realisieren.“
Neben den kundenspezifischen Projekten vermarktet TQ-Components eine Reihe eigener Industrie-PC und Embedded-Module auf Basis verschiedener Prozessorarchitekturen. Anfangs auf Basis einer eigenen Schnittstellen-Spezifikation entwickelt, setzt TQ inzwischen auch auf offengelegte Formfaktoren wie UTX, COM Express und Qseven. „Nicht gleich auf solche COM-Standards zu setzen, war im Nachhinein gesehen ein Fehler," gesteht Schneider.
Stolz ist Rüdiger Stahl auf die in allen Werken umgesetzte Lösung zur Rückverfolgbarkeit auf Basis des MES-Systems Intra-Factory der Firma Kratzer Automation. Seit 2003 im Einsatz, wurde das System eng mit dem 2008 eingeführten SAP verzahnt und unterstützt alle Arten der Rückverfolgbarkeit. Das heißt nicht nur die Produktrückverfolgbarkeit, sondern auch eine komplette QS-Datenerfassung und deren Management - ein Lebenslauf- und Service-Management bis hin zur lückenlosen Materialverfolgung. „In diesem Umfang setzt kein anderer Anwender die MES-Lösung ein", ist sich Stahl sicher. Bei Bedarf lassen sich zu jedem Modul die darauf verbauten Komponenten zuordnen. Falls einmal Probleme mit einer Bauteil-Charge auftreten, kann so der Kreis der betroffenen Module wesentlich schärfer eingegrenzt werden.
Mit dem künftig gemeinsam agierenden Vertrieb will die TQ-Group das Wachstum forcieren und Synergien schaffen. Denn hinter jedem Modul-Interessenten steckt letztlich ein konkretes Projekt mit Baseboard-Design und mechanischen Komponenten - alles Themen, die TQ als Gruppe abdeckt.











