Vodafone
Rechenzentrum für 5G-Anwendungen in Berlin gestartet
Vodafone hat am 21. März 2018 sein erstes Hochsicherheitszentrum für Anwendungen des schnellen Funkstandards 5G in Betrieb genommen. Das Berliner 'Supercore Center' soll das erste von insgesamt vier geplanten Rechenzentren in Deutschland werden.
Künftig sollen Daten aus Mobilfunk, Kabel und Festnetz in dem Berliner Rechenzentrum zusammenlaufen und an die Empfänger gehen. In Echtzeit sollen sie dort bei Bedarf auch verarbeitet werden können. “In unserem neuen Rechenzentrum sind wir vier Mal schneller und 20 Mal leistungsstärker als zuvor”, sagt Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland. In München, Frankfurt und Dortmund sollen weitere Zentren folgen, die teilsweise schon im Bau seien.
“Für die neuen Geschwindigkeiten haben wir insgesamt 1500 Kilometer Glasfaser verlegt”, so Ametsreiter. Damit könnten täglich 22 Mio. GByte durchrauschen, so viel Daten wie in vier Milliarden Büchern.» Besondere Sicherheitsmechanismen in den ‘Supercore Center’ sollen dabei den Zugriff auf Daten durch Dritte verhindern. Redundante Systeme sorgen dabei für Ausfallsicherheit, selbst wenn der Strom komplett abbricht.
Der neue Funkstandard 5G treibt derzeit die gesamte Branche an. Er soll alle herkömmlichen Netze bündeln und virtuell erweitern können. Riesige Datenmengen können dann ohne merkbare Verzögerung durchs Netz fließen und damit auch Raum für das Internet der Dinge bieten, wenn Maschinen und Gegenstände jeder Art ans Netz angeschlossen sind. Jede Art von Daten - ob ein gestreamter Film, ein Telefonat oder die Statusanzeige eines Fahrstuhl - soll in 5G je nach Dringlichkeit und Bedarf durchlaufen. Alle großen Telekom-Provider arbeiten derzeit daran, dass im Jahr 2020 die ersten Netze zur Verfügung stehen.










