Industrie-PC / Panel-PC

Stefan Kuppinger,

OEM-Rechner für Maschinenbauer

Mit einer weiteren Produktlinie will sich der IPC-Anbieter BEG-Bürkle als OEM-Lieferant für den Maschinen- und Anlagenbau profilieren. Die Basis bilden die bestehenden Hardware-Plattformen und eine zur Messe vorgestellte Panel-IPC-Baureihe. Geschäftsführer Frank Urbe erläutert das Konzept.

Herr Urbe, fertigt Ihr Unternehmen nicht schon immer kundenspezifische Ausführungen ihrer IPC-Linien? Worin besteht der Unterschied zu der OEM-Baureihe?

Urbe: Wir wollen damit noch mehr betonen, dass wir neben komplett vordefinierten Industrie-PCs und modifizierten Geräten mit individuellen Gehäuselösungen künftig auch ?customized? Lösungen verstärkt anbieten werden.

Ab welcher Stückzahl ist ein Projekt für BEG und den Maschinenbauer wirtschaftlich interessant.

Urbe: Bei unserer Panel-IPC-Familie können die Standard-Lösungen für einen Maschinenbauer schon bei einer einstelligen Zahl interessant sein. Kundenspezifische Projekte rechnen sich ab einem Bedarf von rund 100 Einheiten pro Jahr.

Welche Bereiche umfasst ihr OEM-Angebot, auch spezielle Gehäuseformen, mechanische Konstruktionen und Betriebssystem-Anpassungen?

Urbe: Beim Panel-PC unterstützen wir neben dem Klassiker 19 Zoll die Wallmount- und Standfuß-Montage. Neben diesen Standard-Befestigungen sind mechanische Anpassungen jederzeit möglich. Anpassungen am Betriebssystem nehmen wir nicht vor. Bei Bedarf installieren wir im Rahmen unserer Gerätetests auch kundenspezifische Images.

Welche Hardware-Plattformen bilden die Basis für ihre individuellen Designs?

Urbe: Prinzipiell ist unser Ansatz, auf bewährte und verbreitete Formfaktoren zu setzen, konkret sind das Mini-ITX, Mikro-ATX und ATX. Außerdem wählen wir nur Board-Lieferanten aus, die ihre Qualität und Zuverlässigkeit über Jahre nachgewiesen haben.

Was tun Sie, wenn das Mini-ITX-Format zu groß ist. Müssen Sie für Ihr OEM-Konzept nicht relativ schnell noch kleinere Formfaktoren ins Programm aufnehmen?

Urbe: Diese Frage stellen wir uns auch gelegentlich. Bisher sind wir jedoch mit den 170 mm x 170 mm doch recht kompakten Mini-ITX-Boards klargekommen.

Im Frühjahr angekündigt, zeigen Sie jetzt eine Panel-IPC-Baureihe. Warum haben Sie dieses wichtige Marktsegment bislang ignoriert?

Urbe: Wenn wir eine neue Produktlinie auf dem Markt bringen, machen wir immer zuerst unsere Hausaufgaben. Schließlich wollen wir unser generelles Konzept beibehalten, aktuelle PC-Technologien mittel- und langfristig imagekompatibel bereitzustellen. Dieses Konzept mussten wir zuerst auf die Panel-IPCs übertragen. Hier die passenden Lieferanten zu finden, die industriegerechte Displays auch langfristig liefern können, war gar nicht so leicht. Daher kommen wir jetzt etwas später, aber dafür mit einem `ausgereiften´ Produkt auf den Markt.

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