ZSE Electronic Mess-Systeme & Sensortechnik

Sabrina Matza,

Messdatenerfassungssystem verarbeitet Signale bis 200 kS/s

ZSE hat das modulare Messdatenerfassungssystem DS-NET ins Lieferprogramm aufgenommen. Zur Auswahl stehen mehr als zehn verschiedene I/O-Module mit jeweils zwei bis acht galvanisch getrennten Ein-/Ausgängen. In jedem I/O-Modul überwacht ein Mikroprozessor in Echtzeit die Kanäle und steuert bei Bedarf die Messung über Triggereingänge oder Alarmausgänge an.

Über eine Backplane leitet das System die Messwerte an einen Ethernet-Controller weiter, der die Daten zunächst im internen Speicher ablegt. Zeitgleich können die Daten ebenso auf einem USB-Stick – redundant – gespeichert werden. Ein Stand-alone-Betrieb als Offline-Datenlogger ohne Netzwerkverbindung ist außerdem realisierbar. Über die Netzwerk-Verbindung lassen sich die gesammelten Daten direkt an einen SQL-Server übergeben. Je nach Modul sind Abtastraten von bis zu 10 kS/s und pro Kanal möglich.

Alle Kanäle sind mindestens bis zu 500 V galvanisch isoliert. Einige Module ermöglichen mit ihrer hohen Isolationsspannung von 1,5 kV eine direkte Temperatur- und Spannungsmessung in Photovoltaik- oder Brennstoffzellen-Anlagen. Je nach Typ bieten die Module Eingänge für Spannungen, Strom, DMS, Thermoelemente, Widerstandsthermometer, Beschleunigungsaufnehmer, Widerstände, LVDTs, Frequenzen und Impulssignale. Weitere Module verarbeiten CAN-Bus-Signale und digitale oder analoge Signale.

Ein optionales Atom-CPU-Modul mit WLAN, Ethernet und USB macht aus dem DS-NET ein eigenständiges Messgerät. In Verbindung mit speziellen Erweiterungen können auch schnelle Signale mit bis zu 200 kS/s pro Kanal erfasst werden. Das Messsystem ist in robusten, tragbaren Tischgehäusen und in Gehäusen für den Einbau in 19-Zoll-Racks lieferbar. Alle Systeme werden mit einer Konfigurationssoftware geliefert, die neben der einfachen Systemkonfiguration das Erfassen der Messdaten und deren Online-/Offline-Auswertung übernimmt.

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