CompactPCI Plus-Board
MEN setzt PICMG-Spezifikation um
Anfang März wurde die PICMG-Spezifikation CompactPCI PlusIO für modulare Industrie-PCs auf der Embedded World vorgestellt. Die Firma MEN hat die Spezifiaktion inzwischen in ein erstes CPU-Board implementiert.
CompactPCI Plus baut auf CompactPCI auf und integriert die schnelle serielle Datenübertragung per PCIexpress in den bekannten Formfaktor für rackbasierte Industrie-PCs. PICMG 2.30 CompactPCI PlusIO - so die offizielle Bezeichnung der PCI Industrial Manufactures Group - stellt den Migrationspfad zwischen CompactPCI Plus (PICMG CPLUS.0) und dem CompactPCI-Basisstandard PICMG 2.0 dar. Diese Ergänzung definiert die Pinbelegung des J2-Steckers und führt gleichzeitig einen neuen, kompatiblen Stecker ein, der sich auch zur Übertragung der hohen Frequenzen von PCIexpress eignet.
Dabei sind kaum zusätzliche Ground-Signale erforderlich, weshalb relativ viele Schnittstellen auf die Backplane geführt werden können. Der parallele PCI-Bus bleibt unangetastet, ist aber auf eine Datenbusbreite von 32 Bit begrenzt. PICMG 2.30 kann sowohl für Einfach- als auch für Doppeleuropakarten genutzt werden. Eine Karte, die CompactPCI PlusIO unterstützt, ist kompatibel zum CompactPCI-Standard und lässt sich ohne Einschränkungen in existierenden Systemen nutzen.
Der Single-Board-Computer F19P ist laut der Firma MEN der erste CompactPCI-PlusIO-SBC mit Intel-Architektur. Ausgerüstet mit verschiedenen Prozessoren vom Core 2 Duo-CPU SP9300 bis hinunter zum Celeron M 722 und einer Verlustleistung zwischen 5,5 und 25 Watt, deckt das CPU-Board die Anforderungen vieler Applikationen hinsichtlich Rechenleistung und geringem Stromverbrauch ab. Gemäß dem PICMG 2.30-Standard sind über den rückwärtigen J2-Stecker vier USB 2.0, vier schnelle SATA/SAS, vier PCIexpress-Links (x1) sowie Gigabit Ethernet verfügbar.
Außerdem unterstützt der F19P weitere sieben PCI-Express-Lanes. Frontseitig sind die Grafik-Schnittstelle (VGA), zwei Gigabit Ethernet und zwei USB 2.0 verfügbar. Zusätzliche Funktionen, wie digitale Video-Eingänge über DVI, UARTs, USBs, SATA oder HD-Audio, können durch die Anbindung spezieller Erweiterungskarten genutzt werden. Das Board ist abwärtskompatibel zu den SBC-Familien F14 bis F18.










