Kontron AG

Stefan Kuppinger,

Knappe Bauteile belasten Umsatz und Ergebnis

Verzögerte Auslieferungen aufgrund fehlender Bauteile und eine schwache Konjunktur drücken den Quartalsumsatz des IPC- und Embedded-PC-Spezialisten Kontron AG unter das Niveau des Vorjahres-Quartals.

Die Kontron AG hat im ersten Quartal 2010 einen Umsatz von 98 Millionen Euro erzielt, ein Minus von neun Millionen Euro gegenüber 107 Millionen Euro Umsatz im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich für den Rückgang war in erster Linie die Verknappung auf dem Komponentenmarkt. Dies führte dazu, dass Aufträge im Wert von rund acht Millionen Euro nicht rechtzeitig ausgeliefert werden konnten. Zusätzlich wurde begonnen, das margenschwache Volumengeschäft als Original Design Manufacturer (ODM) vor allem in Asien sukzessive zurückzufahren. Künftig will sich das Unternehmen auf High-End-Produkte im Embedded-Bereich konzentrieren.

Nach wie vor schwach waren auch die Umsätze in den Märkten Automation und Infotainment. Die Geschäfte in den konjunkturunabhängigeren Branchen wie Sicherheit, Medizin und Telekommunikation konnten diese Rückgänge nicht komplett kompensieren. Das operative Ergebnis (EBIT) lag im ersten Quartal bei knapp drei Millionen Euro gegenüber sieben Millionen Euro im ersten Quartal 2009.

Positiv entwickelte sich der Auftragsbestand: Er lag bei 314 Millionen Euro und damit über dem Wert des Vorjahresquartals sowie dem Niveau von Ende 2009 (jeweils 306 Mio. €). Die Design-Wins, der für das mittel- und langfristige Wachstum wichtigste Indikator, erhöhte sich gegenüber dem vierten Quartal 2009 von 74 Mio. Euro auf 79 Mio. Euro - der zweithöchste Wert in den letzten fünf Jahren. Nur im Ausnahme-Quartal Q1/2009 wurde mit 117 Millionen Euro ein höherer Wert verzeichnet.

Für das zweite Halbjahr rechnet der Kontron-Vorstand mit einem deutlichen Aufschwung und bestätigt die zu Jahresbeginn für das Geschäftsjahr 2010 formulierte Prognose einer relativ flachen Geschäftsentwicklung ohne große Ausschläge.

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