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Artikel und Hintergründe zum Thema

Chiphersteller

Davina Spohn,

Intel will 12.000 Stellen streichen

Nach Börsenschluss hat der weltgrößte US-Chiphersteller Intel am 19. April 2016 angekündigt, bis Mitte 2017 weltweit 12.000 Stellen abzubauen. Dies entspricht etwa 11 % der Belegschaft. Was ihm zu schaffen macht, ist das schwache PC-Geschäft.

© hywards - Fotolia.com

Intels Geschäft mit Prozessoren für PCs leidet unter dem anhaltenden Trend zu Mobilgeräten und der Datenspeicherung nicht mehr auf dem PC, sondern im Internet. Mit dem jetzt angekündigten Sparprogramm plant Intel seine jährlichen Kosten um 1,4 Mrd. US-Dollar (umgerechnet etwa 1,2 Mrd. Euro) nach unten zu drücken. Als neues Steckenpferd möchte der Konzern Cloud-Dienste etablieren, sprich Online-Speicher für den flexiblen Zugriff auf Daten von unterschiedlichen Orten und Geräten aus. Zudem hat Intel das 'Internet der Dinge' im Visier - die Online-Vernetzung von Geräten oder Maschinen. Für diese Geschäftsfelder werden offenbar viel weniger Mitarbeiter gebraucht. Die vom Stellenabbau betroffenen Angestellten sollen in den kommenden 60 Tagen über ihre Kündigung informiert werden.

Trotz Plus unter den Markterwartungen

Intel verzeichnete im 1. Quartal 2016 einen leichten Anstieg des Gewinns um 3 % auf 2 Mrd. Dollar (umgerechnet etwa 1,8 Mrd. Euro). Der Umsatz wuchs um 7 % auf 13,7 Mrd. Dollar (12 Mrd. Euro). Die Erlöse lagen damit jedoch unter den Markterwartungen. Betrachtet man den weltweiten PC-Absatz, war 2015 weltweit eines der schlechtesten Jahre. Im ersten Quartal 2016 schrumpfte der Absatz um weitere 10 %, wie das Marktforschungsunternehmen Gartner ermittelt hat.

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