Start des 'Invent a Chip 2020'
Gute Ideen gesucht
»Wer hat die beste Idee für einen Mikrochip?« lautet die Aufgabenstellung für den von VDE und BMBF zum 19. Mal initiierten Schülerwettbewerb 'Invent a Chip'. Junge Talente mit Spaß an Technik, Naturwissenschaften und Mathematik sind gefragt.
Für die Teilnahme müssen die Jugendlichen einen Fragebogen mit 20 Fragen rund um die Welt der Mikroelektronik beantworten und ihre eigene Chipidee bis zum 29. März 2020 beim VDE einreichen. »Die Jugendlichen brauchen keine technologischen Vorkenntnisse, wir vermitteln das Chipdesign im Praxisteil unseres Wettbewerbs bei einem Camp an der Leibniz Universität Hannover. Sie können sich auch als Teams bewerben«, erklärt der CEO des VDE, Ansgar Hinz.
Im Vorjahr beteiligten sich rund 2.000 Schülerinnen und Schüler, deren Ideen vom Roboter, der Müll erkennt und aufsammelt, über eine intelligente Arzneimittelverwaltung bis zur schlauen Katzenklappe und der sicheren Datenübertragung per Licht reichten.
»Sichere Mikrochips" im Fokus
Mikrochips spielen bei vielen elektronischen Anwendungen heute eine zentrale Rolle. Sie stecken fast überall drin, im Wasserkocher, im Smartphone, in intelligenten Fahrerassistenzsystemen im Auto oder sie steuern gleich das ganze Smart Home. Brennende Akkus, Hackerangriffe auf digital vernetzte Geräte oder E-Scooter, die durch Funkwellen von der Spur abkommen – neue Technologien können störanfällig und damit auch gefährlich sein.
»Die Chips müssen sicher und zuverlässig funktionieren. Wir haben das 100jährige Jubiläum des VDE-Zeichens zum Anlass genommen, Invent a Chip dieses Jahr unter das Motto ´Sichere Mikrochips´ zu stellen. Der Fragebogen gibt einen ersten Einblick in verschiedene Aspekte der Sicherheit und die Welt der Mikrochips«, sagt VDE-Chef Hinz.
»Fit for Chips«
Der mit 2.000 Euro dotierte Sonderpreis des Bundesforschungsministeriums ging 2019 an Robin Breitfelder (15), Tim Jungnitz (16), Maximilian Krebs (16) und Jamal Lkhaouni (15) vom Gymnasium Lindlar. Sie entwickelten einen intelligenten Rollator. Er kann Hindernisse erkennen, die Position erfassen und hat eine Notfallfunktion. »Kippt der Rollator um und stürzt sein Nutzer, wird ein Sturz-Alarm ausgelöst«, beschreibt die Jury das Konzept des prämierten Mikrochips.
© VDEZehn Teams mit den interessantesten Chipideen besuchen vom 7. bis 10. Mai ein Camp am Institut für Mikroelektronische Systeme an der Leibniz Universität Hannover. »Dort lernen sie von Experten das Chipdesign aus erster Hand. Sie lesen Sensoren aus, steuern Aktoren an oder erfahren, wie sie ihre Projekte mit frei programmierbaren Logikgattern umsetzen«, verrät der VDE-Chef. Bis September haben die Praxisteams dann Zeit für ihre Projekte und stehen miteinander und den Experten der Uni im engen Austausch. Die Sieger stellen ihre Mikrochip-Anwendungen im Rahmen des Mikroelektronik-Symposiums am 3. November in Berlin der Öffentlichkeit vor. Sie erwarten neben attraktiven Geldpreisen, Kontakte zu Industrie und Hochschulen sowie Messepräsentationen oder Praktika.
Teilnahme und Unterlagen
Wer kann teilnehmen?
Schüler/innen der Jahrgangsstufen 8 bis 13 von allgemein und berufsbildenden Schulen bundesweit in Deutschland.
Wie kann man mitmachen?
1. Stufe: Fragebogen online ausfüllen: Dafür gibt es ein individuelles Teilnahmezertifikat für die Bewerbungsmappe.
2. Stufe: Bewerbung mit eigener Chipidee für die Praxisphase - Fragebogen ausfüllen und zusätzlich Beschreibung der eigenen Idee hochladen. Eine Jury wählt die zehn besten Ideen für die Schulung im Chipdesign aus. Teilnahme möglich für eine Person oder Teams mit höchstens vier Personen.
Einsendeschluss für den Antwortbogen und die Chipidee ist am 29. März 2020.
Zur Inspiration empfehlen wir die Ideen und ihre Preisträger der letzten Jahre:














