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Artikel und Hintergründe zum Thema

M2M-Hotspot

Joachim Hauck | Lukas Dehling,

Die drei Bausteine einer Remote-Lösung

Im Maschinen- und Anlagenbau ermöglicht der Einsatz von M2M-Kommunikation vor allem im Service-Bereich zahlreiche neue Geschäftsmodelle – insbesondere im Feld des Remote Monitoring. Doch aus welchen Bausteinen besteht eine solche Monitoring-Lösung?

© Fotolia / XtravaganT

Die Mitglieder des VDMA haben im Jahr 2013 bereits ein Fünftel ihres Umsatzes mit dem wachsenden Sektor der Service-Leistungen erwirtschaftet. M2M-Lösungen bieten hierbei neue Ansätze für Serviceleistungen: Beispielsweise ermöglicht die Vernetzung von Geräten und Maschinen den weltweiten Fernzugriff durch Wartungstechniker des Herstellers. Maschinen- und Anlagenbauer können ihren Kunden neben der schnellen Analyse im Fehlerfall so vorausschauenden Service oder eine Analyse von Betriebsdaten anbieten. Zusammengefasst werden diese M2M-basierten Lösungen unter dem Begriff ‚Remote Monitoring and Control Service‘, kurz RMCS. Erfahrungen von Vodafone haben gezeigt, dass der Einsatz solcher Lösungen die Servicekosten im Fehlerfall in Unternehmen um bis zu 30 % senken und gleichzeitig die Qualität der Dienst-leistungen steigern kann. Die RMCS-Lösungen bestehen aus den drei folgenden Bestandteilen:

Erster Bestandteil ist ein M2M-Terminal – ein spezielles Gerät, das an der zu überwachenden Maschine beziehungsweise Anlage angebracht wird und die Verbindung zum Mobilfunknetz herstellt. In der Regel werden die M2M-Terminals direkt ab Werk mit einer integrierten SIM-Karte ausgerüstet. An die Maschinen und Anlagen können die Terminals über mehrere standardisierten Schnittstellen angeschlossen werden: RS 232, USB oder Ethernet, also eine reguläre Netzwerk-Buchse. Das Terminal überträgt die Maschinendaten über das Mobilfunknetz an das IT-System des Unternehmens, wo aus den Daten aufschlussreiche Informationen werden.

Zweite Voraussetzung ist eine sichere und zuverlässige mobile Datenverbindung. Für die Unternehmen sollte bei der Auswahl eines RMCS-Dienstleistungspartners vor allem dessen Netzqualität und -abdeckung im Mittelpunkt stehen. Vodafone beispielsweise bietet dank seiner Global SIM einen weltweiten Netzzugang. Die Karten können sich in Mobilfunknetze auf der ganzen Welt einbuchen – mittels Roaming auch in Nicht-Vodafone-Netze. Diese speziell für industrielle Anwendungen bereitgestellte Funktion garantiert Verfügbarkeit und stellt den Einsatz nahezu auf der ganzen Welt sicher.

Über die globale M2M-Plattform können Kunden einer solchen RMCS-Lösung in der Regel auch ihre M2M-SIM-Karten einfach und komfortabel selbst verwalten. Der Zugriff erfolgt entweder über ein Webportal – per Autorisierung mit Kundenname und Passwort – oder über eine automatische Schnittstelle (API – Application Programming Interface). Diese wird direkt an das IT-System der Kunden angeschlossen und stellt Informationen über die einzelnen SIM-Karten bereit, wie beispielsweise zu den übertragenen Datenmengen oder zur Verbindungsqualität.

Der dritte Bestandteil der Lösung, ein zentrales, webbasiertes Applikations-Portal, wird in die IT-Infrastruktur eines Unternehmens eingebunden. Dort laufen alle gesammelten Daten und erfassten Messwerte zusammen und werden entsprechend den Kundenwünschen aufbereitet und übersichtlich dargestellt – beispielsweise in Form von Grafiken oder Tabellen sowie Trendanalysen. Die von der Plattform erstellten Berichte bieten Herstellern die Möglichkeit, den ordnungsgemäßen Maschinenbetrieb, die Leistung der Maschinen sowie ­deren Servicebedarf nachzuweisen. Die Darstellung ist dabei dank eines modularen Aufbaus individuell auf die jeweiligen Kundenanforderungen anpassbar. So können die Anwender den Status jeder überwachten Maschine überprüfen und reagieren, falls es zu Abweichungen von individuell konfigurierbaren Schwellwerten kommt. M2M-Lösungen wie das RMCS-Portal von Voda-fone zeigen einen möglichen Alarm ­direkt an und versenden ihn zusätzlich per E-Mail und SMS an im ­Programm hinterlegte Empfänger be­ziehungsweise Empfängergruppen. Dies reduziert die Informationszeiten bei Ausfällen und senkt so die entstehen-den Kosten.

Autor: Joachim Hauck ist bei Vodafone, M2M Sales Central Europe, tätig.

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