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Eine neue Industrie-4.0-Allianz

13. Mai 2019, 15:10 Uhr   |  Meinrad Happacher

Eine neue Industrie-4.0-Allianz
© Computer&AUTOMATION

Die Gründungsmitglieder stellen die neue Alliance auf der Hannover Messe vor (v.l.): Dr. Thomas May (Board Member ifm), Dr. Rolf Birkhofer (Managing Director E+H), Reinhold Stammeier (Chief Digital Officer Kuka), Dr. Marius ­Grathwohl ( Head of Digitalization Multivac), Hala Zeine (President Digital Supply Chain SAP), Gerd Hoppe (Corporate Management Beckhoff) und Hans-Jürgen Hilscher (CEO Hilscher).

Ein offenes Ökosystem schaffen, um Interoperabilität im industriellen Umfeld zu erzielen – das verfolgen sechs Unternehmen, die sich mit SAP jetzt zusammentun.

Den Gründungsmitglieder der neuen Intitiative schwebt vor, dass zukünftig bis zu 80 % der Maschinen in einer Smart Factory die gleiche Sprache sprechen. Um das zu erreichen verpflichten sich die Firmen zur Anwendung eines „Open Industrie 4.0 Alliance Framework“. Die neue Firmen-Allianz will damit proprietäre Insellösungen überwinden und der Digitalen Transformation der europäischen Industrie einen entscheidenden Schub geben. Dieses Framework soll auf existierenden Standards wie I/O Link, OPC UA und RAMI basieren. 

Als Gründungsmitglieder fungieren die Unternehmen Beckhoff, Endress+Hauser, Hilscher, ifm, Kuka, Multivac und SAP. Die Allianz steht grundsätzlich jedem Unternehmen offen, so sind beispielsweise die Firmen Balluff, Gebhardt, Pepperl+ Fuchs, Schmidtsche Schack, Samson oder Wika bereits Mitglieder der Open Industry 4.0 Alliance. 

Eine offene und interoperable Lösung

Das offene, standardbasierte Angebot der Open Industry 4.0 Alliance besteht aus vier Bausteinen – Device Connectivity, Edge, Operator Cloud und Cloud ­Central –  plus einem zugehörigen Dienstleistungsangebot. Device Connectivity stellt die Verbindung zu den Maschinen und Sensoren her. Die Edge ist der zen­trale Knoten für alle wichtigen und lokal notwendigen Funktionen in der Fabrik. Die Operator Cloud ist der zentrale ­Knoten im Unternehmen des Kunden. Auch diese Operator Cloud hat einen offenen Layer und unterstützt alle unternehmenszentrischen Funktionen und Applikationen. Cloud Central schließlich ermöglicht den bidirektionalen Austausch von Daten (insbesondere Stammdaten, aber auch Messdaten aus einer Kalibrierung) und Informationen (zum Beispiel technische Dokumentationen oder Reparaturanleitungen) über Unternehmensgrenzen hinweg. 

Die ersten Proof-of-Concepts wurden bereits im Jahr 2018 abgeschlossen, etwa bei Kuka mit der wandlungsfähigen und flexiblen Matrix-Produktion. Weitere Proof-of-Concepts von Mitgliedern und ihren Kunden sind für den Sommer 2019 angepeilt. Die Gründungsmitglieder bereiten eine erste Leistungsschau für die zweite Hälfte des Jahres 2019 vor.

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2. Die Hintergründe der Alliance

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