Schwerpunkte

TSN/A Conference 2020

Digitalkonferenz mit großer internationaler Beteiligung

13. Oktober 2020, 11:45 Uhr   |  Meinrad Happacher

Digitalkonferenz mit großer internationaler Beteiligung
© Computer&AUTOMATION

Was folgt auf Industrie 4.0 und was hat TSN damit zu tun? Volker Bibelhausen, CEO bei Weidmüller gibt in seiner Keynote einen visionären Ausblick für die Branche der Automation.

Die TSN/A Conference fand am 7. und 8. Oktober zum fünften Male statt und hatte dennoch Premiere: Erstmals in Form einer virtuellen Konferenz erreichte die Veranstaltung 210 Teilnehmer aus über 20 Ländern.

Time Sensitive Networking - kurz TSN - spielt nur am Rande eine Rolle in der Keynote von Volker Bibelhausen, CEO bei Weidmüller. Bibelhausen spannt den Bogen seiner Ausführungen viel weiter und erläutert, welche strategischen Weichen die Automatisierungsbranche in den nächsten Jahren stellen muss. Ausgehend von der nun nahezu 10 Jahre alten Vision einer Industrie 4.0, schildert er  sehr praxisorientiert, von welchen Parametern diese Vision beeinflusst wird. Beeinflusst davon, wie sich die Grenzen der Globalisierung und damit auch das Kundenverhalten verändert. Aber auch, wie sich die noch vage Vision datengesteuerter Geschäftsmodelle einerseits und der Einfluss von erneuerbaren Energiequellen andererseits auf die digitalen Öko- und Kommunikationssysteme und deren entsprechenden Technologien – á la TSN - auswirkt.

Nach dem eher visionären Teil der Konferenz geht es direkt in die laufenden Standardisierungsaktivitäten: Dr. Janos Farkas und Gino Masini (Ericsson), Ludwig Winkel (L.A.N. Winkel), und Craig Gunther (Craig Gunther Consulting) geben ein aktuelle Update zu den Standards IEEE 802.1, IEC/IEEE 60802, P802.1DG und 3GPP.

Von 5G bis Automotive

Weiter geht es im virtuellen Programm mit den zwei thematischen Sitzungen „5G und TSN” sowie “Software, Systems & Open Source”. Die Vorträge im 5G-Slot gehen darauf ein,  wie 5G-Einsatzszenarien aussehen können, welche Lektionen sich schon aus realen 5G/TSN-Testbeds ableiten lassen und darum, wie real heute schon  zeitsensibles Networking über 5G-Campus-Netzwerke ist.
Im Software-Slot stehen Fahrpläne zu einem ausgereiften Open-Source-Ökosystem für TSN im Fokus. Aber auch, wie sich Anwendungen mit TSN über kostenlose Open-Source-Lösungen aktivieren lassen und wie die Architektur von Switched Endpoints unter Linux aussehen kann.
Der zweite Tag steht im Zeichen des Einsatzes von TSN in der Industrie und im Automobil. So erläutert Peter Lutz von der OPC Foundation den Status Quo der OPC UA over TSN Standardisation. Lukas Wüsteney (Hirschmann Automation) und Alen Mehmedagic (Schneider Electric) berichten anschliessend über ihre Erfahrungen bezüglich des Prototyping von OPC UA over TSN.
Insbesondere der Aspekt, wie sich aus den Erfahrungen der jeweils anderen Branche profitieren und welche Synergien sich zwischen den Branchen Industrie und Automotive heben lassen, nimmt an diesem Tag großen Raum ein.

Überraschend gut werden während der zwei Tage die Möglichkeiten zur Diskussion und des Networking genutzt. Auch wenn nahezu alle Teilnehmer aus ihren Home-Offices heraus an der Veranstaltung teilnehmen, sind die “Hallway Discussions” immer gut gefüllt und durch einen lebhaften Gedankenaustausch geprägt. – Sieben Monate Corona-Ausnahmezustand haben dazu geführt, dass sich die meisten an einen virtuellen Austausch gewöhnt haben und diesen auch ohne Vorbehalte nutzen.

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