VDMA Holzbearbeitungsmaschinen

Stefan Kuppinger,

Vom Erfolg überrascht

Die im VDMA organisierten Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen haben ein überraschend starkes Umsatzplus in 2011 erzielt.

Dr. Bernhard Dirr, Geschäftsführer VDMA Holzbearbeitungsmaschinen: "Mit einem Umsatzplus von 33 Prozent konnte niemand rechnen.“

© VDMA

Mit 33 Prozent stieg der Umsatz mit stationären Holzbearbeitungsmaschinen im vergangenen Jahr unerwartet deutlich auf knapp 3 Milliarden Euro. Im Inland konnte die Branche ein Plus von 19 Prozent erzielen. Im Ausland stiegen die Umsätze um 37 Prozent. Prognostiziert war insgesamt nur ein Plus von 14 Prozent. „Die Ausrüster der Holzwerkstoffindustrie und in etwas geringerem Umfang die der Sägeindustrie haben maßgeblich zu dem starken Anstieg beigetragen“, erklärt Dr. Bernhard Dir, Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Holzbearbeitungsmaschinen. Bei den Herstellern von Maschinen für die Möbel- und Bauelemente-Industrie sowie für das Handwerk machte sich ein Basiseffekt aufgrund des hervorragenden Jahres 2010 bemerkbar, sprich: das hohe Umsatzniveau erschwert das prozentuale Wachstum. „Dennoch konnten auch in diesem Segment noch ein hohes einstelliges Wachstum erzielt werden“, kommentiert Dirr das Ergebnis. Der heimische Markt trug maßgeblich zum Gesamtergebnis bei, besonders die Möbelindustrie.

Außenhandel läuft wieder rund

Die Exporte erreichten 2011 einen Anteil von rund 70 Prozent des Umsatzes, das heißt etwa 2 Milliarden Euro. Die wichtigsten Absatzmärkte waren China, Russland (+73 Prozent) und die Türkei (+274 Prozent), die zusammen rund ein Drittel aller stationären Holzbearbeitungsmaschinen abnehmen. Die Exporte nach China verringerten sich auf sehr hohem Niveau um rund drei Prozent. Mit einem Umsatzplus von 44 Prozent konnte sich der US-amerikanische Markt wieder auf Platz fünf unter die Top fünf Märkte schieben. Insgesamt wurden 60 Prozent der Exporte in Europa abgesetzt, 24 Prozent gingen nach Asien und rund 13 Prozent auf den amerikanischen Kontinent.

Der Ausblick für das Jahr 2012 ist von großer Unsicherheit geprägt. Da die aufstrebenden Länder wie China, Russland, Türkei und Brasilien sich als stabile Abnehmer erweisen, rechnet der Fachverband mit einem Wachstum zwischen zwei und fünf Prozent. Ähnlich gute Aussichten bestehen auch für die Kernmärkte im angrenzenden Ausland sowie Skandinavien.

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