Prozesstechnik / Wasser-Abwassertechnik
IFAT Entsorga bricht alle Rekorde
Mehr Besucher, mehr Aussteller, mehr Fläche. Die Messe München meldet nach Abschluss der Leitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft in allen Disziplinen Bestmarken. Die herausragende Stellung als Weltleitmesse untermauert auch der VDMA mit aktuellen Produktionszahlen und Umsätzen der Maschinenbauer.
Insgesamt 2.939 Aussteller aus 54 Ländern präsentierten sich auf 215 000 m² von 7. bis 11. Mai 2012 in München. Nach den Bestmarken bei Ausstellerzahl und Fläche, hat die IFAT Entsorga mit rund 125.000 Besuchern einen weiteren Rekord aufgestellt. Zum Vergleich: 2010 lagen die Kennzahlen bei 2.730 Ausstellern, 195.000 m² und 110.000 Besuchern. Rund 50.000 Besucher oder 40 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland. Das unterstreicht den internationalen Charakter der Messe. Einen wichtigen Bestandteil der Veranstaltung bildet das Konferenzprogramm, dessen insgesamt 320 Vorträge und Diskussionen zu Themen wie Mega-Cities, Wasserwirtschaft, Phosphor-Recycling aus Klärschlamm, Kreislaufwirtschaftsgesetz oder Waste-to-Energy von über 16.000 Teilnehmern besucht wurden.
Maschinenbau ist Umweltschutztechnik
Umwelttechnologien sind für den VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein großer Zukunftsmarkt. „Die globalen Megatrends Energieeffizienz, Mega-Cities und Umweltverträglichkeit eröffnen dem Maschinenbau enorme Chancen“, erklärte VDMA-Hauptgeschäftsführer Dr. Hannes Hesse auf der IFAT Entsorga, sind aber ebenso als große Herausforderungen, zu deren Lösung innovative und energiesparende Maschinen beitragen. Dies spiegeln die aktuellen Zahlen der auf der Messe vertretenen Fachverbände wider:

Wasser/Abwassertechnik in Zahlen
Die Geschäftserwartungen für 2012 im Bereich der Wasser- und Abwassertechnik werden von den Mitgliedern mehrheitlich positiv eingeschätzt: Fast zwei Drittel der Unternehmen erwarten für das erste Halbjahr 2012 zunehmende Auftragseingänge. Größte Auftraggeber sind mit einem Auftragsanteil von 18 Prozent die öffentlichen und privaten Ver- und Entsorger. Es folgen die Metallverarbeitende Industrie mit 13 Prozent und die Nahrungs- und Genussmittel sowie Getränkeindustrie mit zusammen 12 Prozent. Insgesamt produzierten die Mitglieder des Branchenverbands Anlagen im Wert von 983 Millionen Euro (+18 Prozent) bei einem weiter steigendem Exportanteil von 773 Millionen Euro (78 Prozent).
Die Bestellungen für verfahrenstechnische Maschinen und Apparate verzeichneten in den ersten drei Monaten 2012 ein Wachstum von insgesamt 45 Prozent. Während die Aufträge aus dem Inland um elf Prozent zurückgingen, stiegen die Orders aus dem Ausland um 61 Prozent. Die Auftragsreichweite betrug im Februar 2012 rund 9 Monate. Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA-Fachverbands lag die Kapazitätsauslastung bei den Herstellern von Wasser- und Abwassertechnik im März bei durchschnittlich 91 Prozent. Für 2012 prognostiziert der Fachverband ein Wachstum von plus fünf Prozent.
VDMA Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang bei den Bestellungen um sieben Prozent (-23 Prozent Inland, stagnierendes Ausland). Die Aufträge reichten im Februar 2012 für eine Produktion von 9,3 Monaten. Dennoch kalkuliert die Branche für 2012 mit einem Wachstum von fünf Prozent.
Die Bestellungen für Pumpen + Systeme erreichten im ersten Quartal 2012 mit einem Minus von zwei Prozent insgesamt fast das Vorjahresniveau. Auch hier kompensierten die Zuwächse aus dem Ausland den inländischen Rückgang von sechs Prozent. Bei einer eher kurzen Auftragsreichweite von 3,4 Monaten liegt die Kapazitätsauslastung dieser Branche bei 92,6 Prozent. Insgesamt rechnet der VDMA für 2012 mit einem Wachstum von zwei Prozent.
Auch die Allgemeine Lufttechnik verzeichnete im ersten Quartal 2012 einen Rückgang (-13 Prozent) bei einer Auftragsreichweite von 3,7 Monaten und einer Kapazitätsauslastung von knapp 86 Prozent. Auch hier liegt die Prognose bei zwei Prozent Umsatzwachstum.
Die Abfall- und Recycling-Technik erwartet nach einem Umsatzplus von elf Prozent im zweiten Halbjahr 2011 erneut ein Plus von zehn Prozent für das erste Halbjahr 2012. Die Branche rechnet für 2012 mit einem Wachstum von sechs Prozent.
Insgesamt verfehlte der deutsche Maschinenbau beim Auftragseingang in den ersten drei Monaten 2012 sein Vorjahresniveau um neun Prozent, wobei die Minusraten den ungewöhnlich hohen Bestellungen im Jahr 2011 geschuldet sind. „Alles in allem dürfte der Bestelleingang im Maschinenbau dennoch bei tendenziell freundlicherem Klima spätestens zur Jahresmitte hin wieder auf Wachstumskurs einschwenken“, betont Hesse.










