Feldgeräteintegration
FDI Spezifikation fertig gestellt
Im Rahmen der Namur-Hauptsitzung, die am 7. und 8. November in Bad Neuenahr stattgefunden hat, gab die FDI Cooperation die Fertigstellung der FDI-Spezifikation zur Feldgeräteintegration bekannt und stellte zudem eine Vorabversion der FDI-Entwicklertoolkits vor.
Bei einer Live-Vorführung auf der Namur-Hauptsitzung wurden die FDI-Funktionen an Feldgeräten von sechs unterschiedlichen Herstellern demonstriert, die allesamt mit Hilfe von FDI Device Packages in ein Prozessleitsystem integriert worden sind.
© FDI CooperationMit der ersten öffentlich verfügbaren FDI-Spezifikation sowie den genannten Entwicklertoolkits können Hersteller von Automatisierungstechnik die Entwicklung von Produkten und Host-Systemen vorbereiten, die kompatibel mit der FDI Spezifikation sind. Die veröffentlichte FDI-Spezifikation und die harmonisierte EDDL-Spezifikation (Electronic Device Description Language) wurden an die International Electrotechnical Commission (IEC) übergeben, wodurch die nächste bedeutende Phase (Committee Draft for Vote) im internationalen Standardisierungsprozess eingeleitet werde – die Aufnahme in den neuen Standard IEC 62769.
Das Herzstück der FDI-Spezifikation ist das FDI Device Package. Dies beinhaltet alles, was ein Host-System für die Integration eines intelligenten Gerätes benötigt. In einem FDI-Host wird jedes Gerät durch ein FDI Device Package repräsentiert, das je nach Komplexität und Anforderungen des jeweiligen Gerätes skalierbar ist. Mit einem einzelnen FDI Device Package ist es auch für Anwender einfacher, Informationen von intelligenten Geräten zu verwalten, da es nun nicht mehr erforderlich ist, unterschiedliche Technologien unter einen Hut zu bringen und beträchtliches Kapital in die spezifischen Integrationsaufwände für mehrere Technologieplattformen zu investieren.
(v.l.) Hans-Georg Kumpfmüller von Siemens (Vorstandsvorsitzender der FDI, LLC) und Achim Laubenstein von ABB (Geschäftsführer FDI, LLC) auf der FDI-Pressekonferenz am Vortag der Namur Hauptsitzung
© FDI CooperationMit dem Release der FDI-Spezifikation einher geht die Vorabversion einer einheitlichen protokollübergreifenden und integrierten Entwicklungsumgebung (Integrated Development Environment, IDE). Diese ermöglicht es Geräteherstellern, FDI Device Packages für Foundation Fieldbus-, Hart- und Profibus-Geräte zu erstellen. Mit den Entwicklertools können Hersteller von Automatisierungstechnik auf einheitliche Weise qualitativ hochwertige und zuverlässige FDI-basierte Lösungen entwickeln. Die integrierte Entwicklungsumgebung umfasst ein FDI-Referenz-Host-System, mit dem Entwickler FDI Device Packages auf einer standardisierten Plattform ausführen und testen können, um die höchstmögliche Produktqualität zu gewährleisten.
Die Vorabversion der Entwicklertools basiert auf den protokollunabhängigen FDI Common Host Components. Diese werden von Host-System-Herstellern in Device Management Tools, Asset Management Tools und Prozessautomatisierungssystemen implementiert. FDI Common Host Components ermöglichen eine schnelle Entwicklung und gewährleisten gleichzeitig ein einheitliches Verhalten von FDI Device Packages in unterschiedlichen Systemen. Die FDI Host Components unterstützen bestehende EDD-Bibliotheken und sollen damit die Investitionen von Endanwendern schützen.
Die FDI Spezifikation steht auf der Website der FDI Cooperation LLC unter http://www.fdi-cooperation.com zum Download zur Verfügung.












