Beckhoff

Günter Herkommer,

Engineering direkt in der Cloud

Beckhoff stellt zur SPS 2019 ‚Twincat Cloud Engineering‘ vor. Die neue Lösung erlaubt eine Instanziierung und Verwendung der existierenden Engineering- und -Runtime-Produkte des Verler Unternehmens direkt in der Cloud.

Sven Goldstein, Beckhoff: „Mit Twincat Cloud Engineering lassen sich auch global verteilte Steuerungssysteme einfach aus der Ferne bedienen und warten.“

© Computer&AUTOMATION

Der Zugriff auf ‚Twincat Cloud Engineering‘ erfolgt einfach über die Beckhoff-Webseite, das heißt außer einem Webbrowser sind keine zusätzlichen Softwarekomponenten erforderlich. Registrierte Anwender können auf diese Weise sogar über bisher nicht geeignete Plattformen, wie etwa Tablet-PCs, mit der Twincat-Entwicklungsumgebung arbeiten.

Die Kommunikation aus der virtuellen in die physikalische Welt mit einer realen Steuerungshardware kann laut Sven Goldstein, Produktmanager Connectivity & IoT bei Beckhoff, wahlweise über Secure ADS oder ADS-over-MQTT erfolgen: „Die Datenverbindung wird hierbei über Standard-Sicherheitsmechanismen wie TLS mit Zertifikaten abgesichert.“

Einziger Unterschied des Cloud-basierten Engineering gegenüber der konventionellen Vorgehensweise ist die Verwendung einer virtuellen Maschine statt eines lokalen Engineering-PC. Der Anwender müsse sich so nicht an eine neue Software­umgebung gewöhnen, sondern könne weiterhin in seiner gewohnten Entwicklungsumgebung arbeiten kann. Weiterer Vorteil der Lösung: Die Installation und Vorhaltung unterschiedlicher, auf die individuelle Maschinengeneration zugeschnittener Softwareversionen auf dem eigenen PC entfällt. Stattdessen sind verschiedene Cloud-Engineering-Instanzen mit verschiedenen Versionsständen verwendbar; der Zugriff erfolgt aus der Ferne und nach Bedarf.

Als Projektablage dient ein Source Code Control Repository, auf das direkt aus dem Engineering heraus zugegriffen werden kann. Goldstein hierzu: „Über moderne Source-Control-Funktionalitäten können Git-basierte Systeme problemlos angebunden und zur Verwaltung des Automatisierungsprojekts verwendet werden. Die Multi-User-Funktion ermöglicht hierbei den einfachen und nahtlosen Zugriff auf das Source Control Repository ohne tiefgehendes Fachwissen des Anwenders.“

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Mit einem Klick zum Dashboard

Die Engineeringeffizienz zu erhöhen, ist auch Ziel einer weiteren Neuerung von Beckhoff: dem One-Click Dashboard für Twincat Analytics. Einfach per Klick wird dabei auf Basis des SPS-Codes ein vollständiges HTML5-basiertes Analyse-Dashboard mitgeneriert und in die ausgewählte Analytics-Runtime geladen. Der Nutzer erhält die zugehörige Netzwerkadresse, auf der das Dashboard per Webbrowser abgefragt werden kann – ohne dafür auch nur eine Zeile Code schreiben oder Grafikdesign selbst vornehmen zu müssen.

Diese Funktion basiert auf Twincat 3 HMI und bietet für jeden Analytics-Algorithmus mindestens ein eigenes, auf aktuellsten Webstandards basierendes HMI-Control in einem modernen Kachel-Design an. Die verfügbaren Controls können in den jeweiligen Eigenschaften der Algorithmen mit einer entsprechenden Control Preview ausgewählt werden. Zudem lassen sich mehrere Algorithmen in einem Control vereinen.

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