Produktion
Energiewende tritt auf der Stelle
Die Energiereduzierung in der Produktion steht in der Fertigungsindustrie auf der strategischen Agenda oben. Dennoch starten die Unternehmen bei der Umsetzung einer energieeffizienten Produktion noch nicht durch. Dies zeigen die Ergebnisse einer Vergleichsstudie von Felten.
Eine energieschonende Produktion hat laut der aktuellen Felten-Erhebung für 61 % der 257 befragten Fertigungsunternehmen eine hohe strategische Bedeutung. Viel wichtiger erscheint den Unternehmen jedoch mit 64 % eine Steigerung der wirtschaftlichen Effizienz in der Produktion. Beide strategische Prioritäten haben laut Felten gegenüber dem Vorjahr leicht zugelegt. Auch die Prozessoptimierung ist mehr ins Blickfeld der Unternehmen gerückt: Hatten ihr vor Jahresfrist 51 Prozent eine große strategische Bedeutung in der Produktion beigemessen, so sind es inzwischen 60 Prozent.
Die Gestaltung energieschonender Produktionsprozesse gehört mittlerweile bei zwei Drittel der Unternehmen zu den größten Herausforderungen bei der Ausrichtung auf eine energieeffiziente Produktion. Dies sind 10 % mehr als noch im vergangenen Jahr. Werner Felten, Geschäftsführer des Softwarehauses, wundert dies nicht: "Entgegen der weit verbreiteten Meinung lassen sich nicht nur beim Energiebedarf der Produktionsstätten nachhaltige Einsparungen erzeugen, sondern ebenso in Prozessen". Er begründet dies mit den Störfaktoren in den Prozessen, die zu Nacharbeit oder erhöhtem Ausschuss führen und sich zwangsläufig negativ auf die Energiebilanz auswirken. "Gleiches gilt für Prozesse, die nicht effizient gestaltet sind und somit prozessuale Umwege oder Doppelarbeit erzeugen", so Felten.
Die Erhebung zeigt, dass die Hälfte der Fertigungsunternehmen keine verbindliche Strategie zur Umsetzung der 'grünen' Produktion festgezurrt haben oder sich noch gar keine Gedanken dazu gemacht haben. Damit hat sich laut Felten seit der letzten Erhebung nichts geändert: "Die gegenwärtige Zurückhaltung ändert aber wenig daran, dass die Unternehmen dieses Thema nicht nur auf die Agenda setzen, sondern auch umsetzen werden", ist sich Felten sicher. Dafür spreche allein der Druck der konstant steigenden Energiekosten.










