Das Benchmark-Forum

Meinrad Happacher,

Der Countdown läuft!

Am 21./22. März findet das Benchmark Forum „Intelligentes Engineering“ in München statt. Ende Januar nun wurden die Referenten der Automatisierungsanbieter von den Veranstaltern ITQ und Computer&AUTOMATION gebrieft.

© ITQ

Das Engineering im Maschinenbau ist einem starken Wandel unterworfen. Wie aber kann und muss das Zusammenspiel der Maschinenbauer und Automati­sierer zukünftig aussehen? Diese zentrale Frage steht im Mittelpunkt des Benchmark Forums.

Besonderheit des Kongresses ist, dass sich sowohl Maschinenbauer als auch Anbieter der Automatisierungstechnik auf einer Veranstaltung dieser Thematik stellen. So werden mit Dr. Alfred Hutterer (Trumpf) und Stephan Plewa (MediSeal) zwei Geschäftsführer aus dem Maschinenbau die Finger in die Wunde legen und ihre Erfahrungen und Meinungen zum Thema „Software“ kundtun: „Wir müssen die Entwicklungszeiten der Software für unsere Maschinen besser planen können. Die Engineering-Werkzeuge machen eine Modularisierung der Maschinen nicht mit. Die Mechanik haben wir heute per Stücklisten im Griff, für die Software-Entwicklung haben wir nichts entsprechendes.“ – Alles Kritikpunkte und Aufforderungen in Richtung Automatisierungshersteller, die die Geschäftsführer stellvertretend für den Maschinenbau ins Feld tragen werden.

Dr. Rainer Stetter stimmt die Referenten auf das Benchmark Forum ein: „In den Vorträgen sollen sich die Anbieter nicht gegenseitig mit Features erschlagen, sondern den Maschinenbauern Lösungswege aufzeigen.“

© ITQ

Am 27. Januar wurden nun die Referenten der Automatisierungshersteller – namentlich die Vertreter der Firmen Beckhoff, B&R, Siemens und Rockwell Automation – auf das Benchmark Forum eingestimmt. Dr. Rainer Stetter, Geschäftsführer ITQ, wird das Forum moderieren. Er hat im Auftrag von Maschinenbauern schon einige Benchmarks von Automatisierungsprodukten durchgeführt, kennt viele Schwachstellen und gibt den Referenten als Richtschnur ihrer Vorträge vor: „Die Automatisierungsanbieter sollen darlegen, in welchen Phasen des Engineering ihre Tools den Maschinenbauer wie unterstützen: Ob etwa die Tools die Spezifikation der Anforderungen beziehungsweise die Erstellung der Lösungsspezifikation unterstützen oder wie die Entwicklungsingenieure bei der Durchführung von systematischen Tests von den Werkzeugen entlastet werden.

Die Anbieter werden aber auch ihre Ansicht hinsichtlich der Prozessreife des Maschinenbaus im Softwarebereich mitteilen und an den Tools spiegeln. Fragestellungen sind etwa: Formuliert der Maschinenbau seine Anforderungen an die zu lösende Steuerungsaufgabe klar genug? Spezifiziert der Maschinenbau in ausreichendem Maße die Steuerungssoftware? Testet der Ma­schinenbauer seine Software-/Mechatronik-Module zur Genüge? Hat der Maschinenbauer die Verwaltung der Software-Versionen und Konfigurationen von Hardware und Software im Griff?

Für die offene Podiumsdiskussion mit den Referenten im Nachgang der Vorträge stehen also genügend „Anregungs-Punkte“ im Raum, die sich im abschließenden Get-together sicherlich nochmals vertiefen lassen.

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