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Artikel und Hintergründe zum Thema

DataMatters

Alexandra Hose,

Ein Start-up baut Smart Cities auf

© stock.adobe.com/javu

Das aus der RWTH Aachen ausgegründete Unternehmen DataMatters ist darauf spezialisiert, Kommunen mit smarten Systemen zu versorgen. Im Fokus steht dabei die Verbindung von Künstlicher Intelligenz (KI) mit der realen Welt.

DataMatters ist auf die Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Realwirtschaft spezialisiert. Ein­satzgebiete: Smart City, Smart Factory, Industrie 4.0, Smart Buildung, IoT, Maschinen- und Anlagenbau, Gesundheits­wesen und Agrarwirtschaft. Dabei werden über Sensoren Daten aus dem realen Betrieb erfasst, in Daten­räumen gesammelt und dort mittels KI-Software analysiert. Die Einsatzgebiete reichen von der Park­raum­bewirt­schaftung über Frühwarnsysteme für Anomalien wie etwa Extrem­wetter, Maschinen­verschleiß oder Rohrbruch, bis hin zur CO2-Footprint-Erfassung.

Fünf digitale Ebenen

Eine Stadt besteht aus unterschiedlichen vertikalen Infrastrukturen, die mehr oder weniger getrennt voneinander funktionieren. Dr. Daniel Trauth, der Start-up-Gründer, erklärt: »Die Herausforderung besteht darin, die immensen Datenvolumina aus den völlig unterschiedlichen Bereichen zu erfassen, zusammenzuführen und mittels KI auszuwerten«. Dabei ist von fünf ineinandergreifenden digitalen Ebenen auszugehen: Einem Netz aus Sensoren, einer Konnektivität für das Einsammeln der Daten, einer Datenanalyse mit Vorhersagefunktionalität, einer Automatisierungsschicht und einem Stadtnetzwerk, das die physikalischen und die digitalen Infrastrukturen verbindet. Die erfolgreiche Implementierung benötigt ein ausfallsicheres Breitbandnetzwerk, ein effizientes Ökosystem für das Internet of Things (IoT) und die Echtzeitanalyse der erfassten Datenmengen im Sinne von Big Data und KI.

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Städtischer Datenbus für ein digitales Ökosystem

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden 2030 über 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, bis 2050 sollen es etwa zwei Drittel werden. »Die mit dieser Konzentration verbundenen Herausforderungen sind gewaltig und werden nur durch Smart Cities zu bewältigen sein«, sagt Dr. Daniel Trauth, Gründer des Kölner Start-ups DataMatters. © dataMatters

Ein elektronischer städtischer Datenbus als Grundlage für ein digitales Ökosystem wird als ein erster Schritt zur Smart City eingestuft. »In der Praxis geht es zumeist gar nicht um alles umfassende Konzepte, sondern darum, bestimmte Problembereiche mit Sensorik und KI zu adressieren«, so der DataMatters-Chef.

Der globale Smart-Cities-Markt wird auf derzeit über 700 Milliarden Dollar geschätzt und soll Prognosen zufolge bis 2030 auf eine Größenordnung von 4 Billionen Dollar anwachsen. Der deutsche Markt für Smart Cities wird auf momentan rund 8 Milliarden Euro beziffert; bis 2030 wird eine Ausweitung auf bis zu 47 Milliarden Euro erwartet. »Das Potenzial für Smart Cities ist riesig«, ist Dr. Daniel Trauth überzeugt.

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